Quecken, Disteln und Winden können in der Zeit nach der Ernte von Getreide und Raps sowohl mechanisch wie chemisch wirkungsvoll bekämpft werden.

Beim Einsatz eines Totalherbizides (Glyphosat) müssen die Problem-Unkräuter Quecken, Disteln und Winden drei bis fünf Wochen lange nachwachsen können. Die Mittel sollen bei wüchsigem Wetter eingesetzt werden.

Wir empfehlen, eine Brühemenge von 200l/ha zu wählen und evtl. pH-Senker oder bei hartem Wasser einen Wasser-Enthärter zuzusetzen. Der Behandlungs-Zeitpunkt ist so zu wählen, dass danach sechs Stunden kein Regen oder Tau auftritt.

Mit der nachfolgenden Bodenbearbeitung muss je nach Produkt einige Tage bis drei Wochen zugewartet werden. Eine Direktsaat ist sofort möglich.

Bei der mechanischen Quecken-Bekämpfung geht es darum, die Hauptmasse der Rhizome der Quecke mit Schälen oder flachem Pflügen an die Oberfläche zu bringen und mit mehrmaligem Auseggen zum Vertrocknen zu bringen. Eine Folgekultur, die den Boden rasch deckt, verbessert den Erfolg.

Stoppelbearbeitung als wichtige vorbeugende Massnahme

Eine oberflächliche Getreide-Stoppelbearbeitung (auf maximal 10 cm Tiefe) fördert die Verrottung des Strohs und damit wichtiger Krankheitserreger, bekämpft einjährige Unkräuter und bringt Ausfallgetreide und Unkrautsamen zum Keimen. Gute Arbeit leisten je nach Bodenart Grubber, Scheiben-, Federzahn- oder Spatenrollegge.

Die Stoppelbearbeitung ist eine wichtige vorbeugende Massnahme, damit man später nicht mit Herbiziden und Fungiziden eingreifen muss. Besonders wichtig ist die Stoppelbearbeitung, falls man in der Folgekultur Raps mit einer Untersaat auf den Herbizideinsatz verzichten will.

Ausfallraps auskeimen lassen, aber im Auge behalten

Der Ausfallraps vor und bei der Ernte macht ein Vielfaches einer normalen Saatmenge aus, auch bei exakter Drescharbeit. Als Lichtkeimer lässt man den Ausfallraps am besten ohne Bearbeitung liegen und lässt ihn auskeimen.

Das Ziel muss sein, möglichst viele Samen auskeimen zu lassen, damit der Ausfallraps in Folgekulturen nicht zum Problemunkraut und Krankheitsüberträger wird. Vor dem Auflaufen der neuen Rapsbestände muss der Ausfallraps aber wieder vernichtet werden, damit diese nicht durch Phoma infiziert werden.