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Studie zeigt: Anästhesie bei Ferkelkastration ist oft zu wenig wirksam

Die Anästhesie bei Ferkelkastration ist oft zu wenig wirksam. Dies zeigt eine Studie zu Erfahrungen mit Schmerzausschaltung bei der Ferkelkastration in der Schweiz von der Vetsuisse-Fakultäten der Universitäten Zürich und Bern sowie der Suisag.


Rund 1,3 Mio. männlicher Ferkel werden in der Schweiz jährlich kastriert. Die Schmerzausschaltung wird dabei mit der Inhalations-Narkose Isofluran durchgeführt. Diese Anästhesie ist oft zu wenig wirksam, zeigt eine Studie der Vetsuisse-Fakultäten der Universitäten Zürich und Bern und der Suisag (zentrale Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum der Schweizer Schweinebranche) zu den Erfahrungen mit Schmerzausschaltung bei der Ferkelkastration in der Schweiz.

Ferkel zeigen während der Kastration Abwehrbewegungen oder Zeichen einer nicht wirksamen Narkose

2013 führten die Vetsuisse-Fakultäten der Universitäten Zürich und Bern sowie die Suisag eine Studie zu den Erfahrungen mit Schmerz-Ausschaltung bei der Ferkelkastration in der Schweiz durch. Dabei wurden 100 Betriebe besucht sowie 183 von Landwirten ausgefüllte Fragebögen analysiert. Das Ergebnis:

  • Auf 44 Prozent der Betriebe wurde das Schmerzmittel entweder erst während der Anästhesie oder weniger als 10 Minuten zuvor verabreicht. Eindeutig zu spät, da das Analgetikum rund 20 Minuten braucht, um vollständig zu wirken.
  • 14 Prozent der Ferkel zeigten während der Kastration Abwehrbewegungen oder Vokalisation, also Zeichen einer nicht wirksamen Narkose.
  • Einige Landwirte bemängelten an der chirurgischen Kastration zudem, dass die ersten 10 bis 20 Sekunden im Narkose-Gerät für die Ferkel erheblichen Stress darstellten.

Nach Alternativen zur chirurgischen Kastration gefragt, heisst es im Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV: «Die Immunokastration ist aus Tierschutz-Sicht die tierschonendste Methode zur Verhinderung des Ebergeruchs».

Eine Umstellung hin zur Immunokastration scheint zur Zeit aber unrealistisch. Deshalb entschied sich das BLV vorerst für Massnahmen zur Optimierung der von der Branche nach wie vor geforderten chirurgischen Kastration.

Zusammen mit Suisseporcs und der Fach-Tierärzteschaft für Schweinemedizin führte das BLV 2018 eine Info-Kampagne zur Sensibilisierung der Schweinehalter durch. Diese zeigte auf, welche Punkte zur schmerzfreien Ferkelkastration unerlässlich sind.

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