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Neuer Eierpacker für kleinere Legehennenbetriebe

Grosse Legehennen-Betriebe packen die Eier mit Roboternin die Eierschachteln. Kleinere Betriebe machen dies von Hand. Pius Wey hat einen einfachen Eierpacker für mittelgrosse Betriebe entwickelt.


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Pius Wey aus Sarmenstorf AG entwickelt Maschinen jeglicher Art und baut die Prototypen selbst. Seine neuste Entwicklung, welche derzeit in den Markt eingeführt wird, ist eine Eierpackmaschine, welche auch für kleine und mittlere Legehennen-Betriebe wirtschaftlich sein soll.

Mit der Geflügelhaltung kennt sich Pius Wey besonders gut aus. Wey war lange Zeit für einen Stalleinrichter täglich damit beschäftigt. Dabei lernte er die Sorgen und Nöte der Betriebsleiter kennen und suchte Lösungen, wenn irgendwo ein Verbesserungsbedarf vorhanden war.

Für die Geflügelbranche hat Wey bereits einen elektrischen Fensterrollo entwickelt. Mit diesem Fensterrollo lässt sich die Verdunkelung elektrisch steuern und kann an bestehenden Fenstern angepasst werden.

Pius Wey verzichtet beim Eierpacker auf teure Bauteile

Die neue Eierpackmaschine hat ein Leistungsvermögen, das zu Bestandesgrössen von einigen Hundert bis hin zu 5000 Legehennen passt. Der Preis liegt bei 17'000 Franken. Andere Eierpackmaschinen sind doppelt so teuer.

Die grosse Preisdifferenz gegenüber Hochleistungspackern realisiert Pius Wey mit einem vereinfachten Aufbau. Seine Maschine hat einen 230 Volt-Stromanschluss und wird mit nur einem Elektromotor betrieben.

Positioniert wird die Eierpackmaschine am Nestband oder am Elevator, wo die Eier herkommen. Von dort gelangen die Eier auf ein Förderband, wo sie auf Bruch kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden.

Das Förderband bringt die für die Verpackung bereiten Eier an ein Rollenband. Dieses übernimmt die Eier. Auf dem weiteren Weg drehen sich die Eier auf dem Band. Dabei gelangen sie in eine Position, in welcher sie in einen Übergabebecher gelangen. Am Ende kommen die Eier mit dem Spitz voran im Eiergitter an.

Alle Bewegungen der Eierpackmaschine sind aufeinander abgestimmt

Da alle Bewegungen von einem Motor ausgehen, sind sämtliche Abläufe in einem fixen Verhältnis aufeinander abgestimmt. Die Geschwindigkeit lässt sich stufenlos verstellen. Als maximale Leistung weist Pius Wey für seinen Eierpacker 9000 Eier pro Stunde aus.

Der Eierpacker läuft also wie eine mechanische Uhr. Die einzelnen Bewegungsschritte werden nicht mit einem Sensor überwacht oder wären unabhängig voneinander möglich. Dies macht die Maschine nicht nur günstiger, sondern auch weniger anfällig auf Betriebsstörungen und ermöglicht tiefere Betriebskosten.

Gibt es am Eierpacker dennoch eine Störung, hat diese meistens einen mechanischen Grund. Das heisst, dass ein Problem mit etwas Geschick selbst behoben werden kann, ohne einen Servicetechniker anzufordern.

Die Arbeitsqualität der Eierpackmaschine wird von Auge überwacht

Der Eierpacker von Pius Wey arbeitet nicht vollautomatisch. Da wie erwähnt keine Sensoren die Arbeit überwachen, muss beispielsweise die lückenlose Befüllung der Eiergitter von Auge kontrolliert werden.

Zudem müssen die Eiergitter von Hand nachgelegt werden. Der Vorrat an Eiergittern umfasst fünf Stück. Auf der Ausgabeseite hat es Platz für drei volle Gitter. Vergisst man diese frühzeitig zu entnehmen, spricht einer der wenigen Überwachungssensoren an und stellt die gesamte Maschine ab. Es fällt somit nichts auf den Boden oder geht sonst kaputt.

Damit der Übergabebecher die Eier nicht ins Leere fallen lässt, wenn kein Nachschub aufgelegt wurde, reagiert ein weiterer Sensor, der die Maschine ebenfalls abstellt. Die Sicherheitsüberwachung wird mit einem Notstopp-Schalter auf dem Bedienpult ergänzt. Der Vortrieb der Eiergitter erfolgt mit einer Schubstange, welche die Gitter Reihe um Reihe vorantreibt.

Pius Wey denkt bereits an die Weiterentwicklung seiner Eierpackmaschine

In Zukunft soll der Eierpacker auch für zweireihige Eierschachteln eingerichtet werden können und mit einer Druckereinheit für die Eierkennzeichnung ergänzt werden.

In der aktuellen Version, die auch auf den Bildern dieser Seiten zu sehen ist, hat der Eierpacker eine Länge von 2,7 Metern und eine Breite von 60 Zentimetern. Die Höhe lässt sich der Höhe der Eierübergabe anpassen. Die kompakten Abmessungen ermöglichen in den meisten Fällen, den Eierpacker anstelle eines Eiertisches für das manuelle Verpacken zu platzieren.

Bewährt sich der einfache Eierpacker von Pius Wey in der Praxis, kann damit gezeigt werden, dass für kleine und mittlere Strukturen weniger oft mehr ist.

Schweizer Rekord-Hühner

Der Schweizer Geflügel-Bestand steigt seit zehn Jahren. Der Nutzhühner-Bestand ist von 2009 bis 2019 um 3 Mio auf 11,72 Mio Hühner angestiegen.

Allein die Zahl der Lege- und Zuchthühner stiegen in dieser Zeit von 2,32 Mio auf 3,73 Mio Hühner an, wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst LID mitteilt.

Dank dieser Entwicklung haben die Schweizer Legehennen 2019 einen neuen Rekord aufgestellt und erstmals mehr als 1 Mrd Eier gelegt, wie das BLW in seiner Statistik ausweist.

Damit deckten die Schweizer Hühner 63 Prozent des inländischen Bedarfs. Dieser Wert blieb konstant und der Importanteil lag wie im Vorjahr bei 37 Prozent. Das Wachstum entstand durch den gesteigerten Eierverbrauch von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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