Am 25. September 2022 findet die Abstimmung über die Massentierhaltungs-Initiative MTI statt. Diese Initiative wurde von Sentience Politics lanciert (eine anti-speziesistische politische Denkfabrik mit dem Ziel, das Leiden aller Lebewesen zu verringern) und wird von den folgenden Organisationen unterstützt: Fondation Franz Weber, Greenpeace Schweiz und Vier Pfoten.

DossierZwei Muttersauen mit ihren Ferkeln in einem Gruppensäugestall.Massentierhaltungs-Initiative MTIDonnerstag, 28. Oktober 2021 Als Massentierhaltung bezeichnen die Initianten alle Formen der landwirtschaftlichen Tierhaltung, bei denen das Tierwohl aus Wirtschaftlichkeitsgründen systematisch verletzt wird. Für die Initianten ist das «die Haltung von Tiere in grossen Gruppen auf engem Raum».

Der Schweizer Bauernverband SBV geht davon aus, dass die Initianten und extreme Tierschützer das Thema Nutztierhaltung in den Medien intensiv «bewirtschaften» werden. Bei einer Annahme der MTI würde die einheimische Produktion als Ganzes geschwächt und die Importe würden angekurbelt», schreibt der SBV in einer Medienmitteilung mit dem programmatischen Titel «Am 25. September gilt’s ernst!».

Nach langem Lavieren endlich ein Abstimmungstermin für die MTI: Der 25. September 2022

Dass der Bundesrat solange brauchte, um einen Abstimmungstermin zu finden, ist der politischen Taktiererei zu verdanken: Mit dem gewählten Termin werden gleich vier sehr umstrittene Vorlagen am gleichen Wochenende entschieden, was die Stimmbürger auf dem Land und in der Stadt gleichermassen mobilisieren soll:

  • Massentierhaltungs-Initiative MTI
  • Referendum gegen die Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65
  • Erhöhung der Mehrwertsteuer zugunsten der AHV
  • Referendum gegen die Teilabschaffung der Verechnungssteuer