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Krankheitskontrolle bei Obstbäumen

Aktuell stehen Winterarbeiten im Obstbau an. Dazu gehört, Laub und Fallobst zu entfernen und Krankheiten zu bekämpfen.


von Philipp Gut, Wallierhof
Publiziert: 28.11.2019 / 06:30

Laub und Fallobst sollte nicht unter den Obstbäumen liegen gelassen werden. In der Obstanlage verrottende Früchte werden von verschiedenen Pilzen wie Phytophtora oder Gloesporium besiedelt und diese können wiederum die Bäume befallen. Weiter werden auch Mäuse angelockt. Liegen gebliebene Früchte sind zusammen mit dem Falllaub in den begrünten Fahrstreifen zu bringen und dort mit dem Mulchgerät zerkleinern. Schorf und andere Krankheiten überwintern primär auf diesem Falllaub und das zerkleinern fördert die schnelle Verrottung der befallenen Blätter deutlich.

Mit Schnittarbeiten Krankheiten an Obstbäumen bekämpfen

Bereits bei den Schnittarbeiten im Winter können weitere Krankheiten bekämpft werden. Der Echte Mehltau beispielsweise, befällt oft nur einzelne Zweige von Apfelbäumen und diese zeigen auch im Winterzustand einen erkennbaren, deformierten Wuchs. Diese sind wegzuschneiden.

Obstbaumkrebs, der vor allem an Apfelbäumen auftritt, ist eine schwierig zu bekämpfende Pilzkrankheit. Sorten wie Gala, Rubinette oder Cox Orange sind speziell betroffen. Nicht immer ist es möglich, die Krebsstellen wegzuschneiden. Vor allem wenn die Stämme oder grosse Äste davon betroffen sind. Da diese Krebsstellen eine weitere Verbreitungsquelle sind, ist vor allem bei Jungbäumen und kleinen Spindelbäumen das konsequente Entfernen des ganzen Baumes vorteilhaft.

Daneben vermindert auch eine Auslichtung und damit gute Durchlüftung der Baumkrone, die Verbreitung von Baumkrebs und weiteren Pilzkrankheiten. Fast alle Pilzkrankheiten sind zur Keimung der Sporen auf Feuchtigkeit angewiesen. Trocknet die Baumkrone durch einen lockeren Wuchs gut ab, ist dessen Entwicklung gehemmt.

Beim Winterschnitt ist es wichtig, Fruchtmumien, also von Monilia befallene, hängen gebliebene Früchte von den Bäumen zu entfernen. Sie sind eine primäre Infektionsquelle für einen neuen Befall im nächsten Frühjahr. Bei feuchten Bedingungen während der Blütezeit streuen sie die Pilzsporen wie ein Zuckerstock auf die sie umgebenden Blüten. Auf den Boden geworfene Früchte verfaulen und sind ungefährlich für die Bäume. Ein alter Fuchsschwanz an eine Stange oder Dachlatte befestigt, kann mithelfen, schwer zugängliche Mumienfrüchte zu entfernen.

Vor allem bei Steinobst ist der Winterschnitt erst im Frühjahr durchgeführt, für die Baumgesundheit vorteilhaft. Die offenen, unverheilten Schnittwunden sind so nicht den ganzen Winter hindurch Eintrittspforten für Bakterien und Pilze.

 

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