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AgriQnet und QuNaV: Geld für innovative Projekte

Innovative Projekte aus der Landwirtschaft werden vom BLW mit QuNaV und AgriQnet finanziell gefördert. Die Gelder sind längstens nicht ausgeschöpft und Anträge sehr willkommen. Hier die wichtigsten Anforderungen und Eckpunkte.


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Innovationen aus der Landwirtschaft werden gefördert – sofern diese die Voraussetzungen erfüllen. Dazu gibt es vom BLW zwei Förderinstrumente: QuNaV und AgriQnet.

QuNaV (Verordnung über die Förderung von Qualität und Nachhaltigkeit in der Land- und Ernährungswirtschaft) wurde 2014 ins Leben gerufen. Da QuNaV mehrheitlich Projekte von Branchenorganisationen anspricht und die Gelder nicht ausgeschöpft wurden, entstand im 2017 ein neues Förderinstrument: AgriQnet.

AgriQnet für Projekte an der landwirtschaftlichen Basis

Mit AgriQnet will das BLW innovative Projekte fördern, die näher an der landwirtschaftlichen Basis, also näher beim Landwirt sind. Damit diese Instrumente zugänglicher werden, hat das BLW das Anmeldeverfahren vereinfacht. Die Anforderungen sind tiefer, aber auch die Fördermittel sind aber geringer als bei QuNaV.

Für die Vorabklärung stehen bei AgriQnet max. 20 000 Franken zur Verfügung. Für die Realisation maximal 80 000 Franken pro Jahr während höchstens vier Jahren. Die Hälfte muss aber immer eigenfinanziert sein.

Die Checkliste für AgriQnet-Projekte

Wird die Mehrheit der untenstehenden Anforderungen erfüllt, stehen die Chancen gut, durch AgriQnet unterstützt zu werden.

  • Trägerschaft: Mindestens zwei oder mehr Landwirte
  • Wertschöpfung: Nachfrage ist vorhanden und der Mehrwert kommt mehrheitlich der Landwirtschaft zugute
  • Positive Wirkung auf einen der Aspekte «Nachhaltigkeit» oder «Qualität»
  • Mindestens zwei Stufen der Wertschöpfungskette arbeiten zusammen
  • Selbsttragende Finanzierung nach Startphase ist plausibel dargelegt.
  • 50 % Eigenfinanzierung ist gesichert.

Die wichtigsten Ablehnungsgründe für AgriQnet Projekte

Einzelbetriebliche Projekte können nicht gefördert werden, auch wenn sie innovativ sind und den restlichen Kriterien entsprechen. Ein Gebäude für einen Hofladen umnutzen mag für den betreffenden Landwirt eine Innovation sein. Im Rahmen von QuNaV sind solche einzelbetrieblichen Projekte aber nicht förderungswürdig. Projekte, die vorwiegend Infrastrukturkosten oder Maschinen betreffen, werden nicht unterstützt. Hingegen sind Gelder für den Bau eines Prototyps im Rahmen von AgriQnet möglich.

Das sind die wichtigsten Ablehnungsgründe:

  • Einzelbetriebliches Vorhaben
  • Gründung eines Verbands
  • Kein Projektcharakter («Daily Business»)
  • Handlungsschritte/Vorgehen unzureichend beschrieben
  • Beratungsprojekt/Forschung/Infrastruktur/Kommunikation
  • Einfluss auf landwirtschaftliche Wertschöpfung nicht gegeben
  • Negative Beurteilung Marktpotenzial
  • Negative Beurteilung Tragbarkeit

Die folgenden AgriQnet-Projekte wurden 2018 und 2019 unterstützt

Netze gegen Kohlfliegen

Sicherung des Schweizer Speiserüben-Anbaus durch effizientes mechanisches Einnetzen gegen die Kohlfliegen. Finden des richtigen Netzes zum Schutz der Kultur (Netzart, Mechanik, Handling).

Waldstaudenroggen

Abklärung der Vermarktungspotenziale von Waldstaudenroggen.

Umbau Trauben-Vollernter für Beerenproduktion

Anpassung eines bestehenden Trauben-Vollernters, damit verschiedene Beerenarten gepflückt werden können und die Pflück-Qualität stimmt.

Geländegängiges Mähgerät

Alternative zum Herbizid-Einsatz im Rebbau und Christbaum-Anbau. Entwicklung eines leichten, geländegängigen und batterie-betriebenen Mähgerätes, das mit wenig Arbeitsaufwand arbeitet.

DatenbankIG Wildbeeren

Aufbau einer Datenbank (Wild-beerienet) zum effizienten Wissenstransfer im Wildbeeren-Anbau.

Hofladen 4.0

Aufbau von gemeinschaftlichen Hofläden auf digitaler Basis, damit Diebstahl vermindert werden kann.

Drohnenbrut als Erwerbsquelle

Abklärung der Nutzbarkeit des Abfallproduktes Drohnenbrut als neuartiges Lebensmittel und als zusätzliche Einkommensquelle für Imkerinnen und Imker.

Indoor-Wasserlinsen

Bau einer Pilotanlage für die Produktion von Wasserlinsen auf einem Landwirtschaftsbetrieb (mit Biogas-Gülle).

Begleitung durch FiBL zur Beurteilung der Proteinproduktion, Nährstoff-Flüsse und Biosicherheit (Bakterien und Akkumulation von Schwermetallen).

Kostengünstige Präzisionsdüngung in der Landwirtschaft

Entwicklung eines Prototyps zur kostengünstigen Nachrüstung von bestehenden Düngerstreuern mit Technologie aus der Präzisions-Landwirtschaft.

Mälzerei

Aufbau einer Mälzerei durch eine von Schweizer Landwirten, Brauern und Verbrauchern gegründete Kooperative.

Entsafter-Projekt, Teil 2

Weiterentwicklung des Dampf-Entsafters mit Abfüllanlage, Etikettierer und Zwischentanksals Bausteine, damit Elemente davon auf verschiedenen Betrieben im Einsatz sein können. 

Anders als bei AgriQnet spricht das Förderinstrument QuNaV v.a. Branchenorganisationen an. Dazu gibt es fünf Prüfkriterien:

  1. Für die Schweizer Landwirtschaft innovative (neuartige) Ideen.
  2. Wertschöpfung: Es muss ein positiver Effekt auf das landwirtschaftliche Einkommen zu erwarten sein.
  3. Anschubfinanzierung: Nach Abschluss der Startphase (max. 4 Jahre) muss eine selbsttragende Finanzierung möglich sein.
  4. Wertschöpfungskette:
  5. Mind. zwei Stufen der Wertschöpfungskette, wobei die Landwirtschaft zwingend in der Trägerschaft beteiligt sein muss.
  6. Vorabklärungen können auch von rein bäuerlichen Vertretern beantragt werden.
  7. Für die Startphase muss die Trägerschaft eine juristische Person bilden oder die Zusammenarbeit muss vertraglich geregelt sein.
  8. Branchenorganisationen können auch Trägerschaften sein.
  9. Qualität/Nachhaltigkeit: Der qualitative, ökologische oder sozialer Mehrwert ist vermittelbar und ermöglicht höhere Markterlöse.

 

Diese dreizehn QuNaV-Projekte haben 2019 am meisten Geld erhalten

Projektname

Trägerschaft

Kurzbeschreibung der Idee/der Massnahme

Gewährte Finanzhilfe im Jahr 2019 in Fr. gerundet auf 1000 Franken

Gesundheitsprogramm Plus

Suisseporcs, Suisag, Qualiporc

Erfassung und Senkung des Antibiotika-Einsatzes in der Schweizer Schweineproduktion

780 000.–

DNA-Rückverfolgbarkeits- System

Proviande Genossenschaft

Implementierung eines DNA-Rückverfolgbarkeits-Systems für Rindfleisch zur Prüfung der Herkunftsdeklaration Schweiz. Ziel: Transparenz und Sicherheit schaffen, Konsumentenvertrauen stärken

641 000.–

Heumilch Schweiz

Verein Heumilch Schweiz

Vermarktung von Schweizer Heumilch-Produkten im In- und Ausland

424 000.–

Klimafreundliche Milch

Aaremilch AG

Produktionsstandard für klimafreundliche Milch

135 000.–

Datenmanagement des Branchenstandards Nach-haltige Schweizer Milch

SMP

Aufbau Daten-Management des Branchenstandards Nachhaltige Milch

130 000.–

Nose to Tail

Proviande Genossenschaft

Projekt zur Reduktion von Fleischverlusten

125 000.–

Digitalisierung QM Fromarte

Fromarte

Digitalisierung von QM Fromarte und Rückverfolgbarkeit. Vernetzung mit Steuerung der Anlagen und mit Datenbank (z. B. dbmilch). Unterstützung bei Audit- und Zertifizierungs-Aktivitäten.

108 000.–

IPS-Linie

Rupromi Swiss Schwein AG, Micarna

Projekt zur antibiotikafreien Produktion von Schweizer Schweinefleisch

59 000.–

Viande chevaline

Fédération Jurassienne d'élevage chevalin

Startphase zur besseren Vermarktung von Pferdefleisch

55 000.–

Swiss Black Angus

IP Suisse

Aufbau des Labels «Swiss Black Angus» für den Gastro-Kanal

45 000.–

Original Simmentaler

Verein Original Simmentaler

Erhalt und Förderung der Original Simmentaler Fleckviehrasse durch gezielte Vermarktung deren Milch- und Fleischerzeugnisse

40 000.–

Swissmooh Bauernhofprojekt

mooh Genossenschaft

Führungen für chinesische Touristenauf Bauernhöfen.

40 000.–

Bio-Weidemast von Milchrasse-Ochsen und Rindern als Banktiere

Aldi, Ernst Sutter AG, Bio Suisse

Erfahrungen in der Weidemast der Milchrasse-Ochsen aus der Bioproduktion, die über den konventionellen Absatzkanal verkauft werden, ausbauen. Alternativer Absatzkanal innerhalb der Biobranche aufbauen.

38 000.-

AgriQnet: Nächste Eingabefrist 31. März 2020!

Gesuchs-Formular herunterladen, ausfüllen, auf derselben Seite wieder hochladen und abschicken: www.dgrn.ch/agriqnet-antrag

Bei Unklarheiten steht Martin Weber vom BLW zur Verfügung. Eine grobe Einschätzung kann auch telefonisch gemacht werden. Wenn beispielsweise ein sehr ähnliches Projekt erst vor Kurzem eingereicht wurde, stehen die Chancen für ein fast gleiches Projekt eher schlecht.

Martin Weber / Tel. 058 464 96 61 / martin.weber2@blw.admin.ch 

Weitere Infos: www.agriqnet.ch

Ansprechpersonen QuNaV

 

Martina De Paola / Tel. 058 462 58 13 / martina.depaola@blw.admin.ch

Nicolas Schönenberger / Tel. 058 467 40 40  /nicolas.schoenenberger@blw.admin.ch 

www.dgrn.ch/qunav

 

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