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Strassen putzen gehört dazu

Durch landwirtschaftliche Fahrzeuge verschmutzte Strassen lassen sich im Herbst nicht immer vermeiden. Wichtig ist eine umgehende Reinigung – dem Image und der rechtlichen Absicherung zu Liebe. Landwirte und Lohnunternehmer müssen vor der Arbeit klären, wer für die Reinigung zuständig ist.


Ein Blick zurück, ein Griff zum Besen, denn niemand soll deine Spuren lesen.» So etwas ist auf der einen oder anderen Toilette zu lesen. Sinngemäss gilt das auch für die Landwirtschaft. Besonders im Herbst, wenn bei feuchten Bedingungen im Feld gearbeitet werden muss und die Strasse durch die Maschinen verschmutzt wird.

Lohnunternehmer wie Daniel Haffa aus Andwil TG kennen das Problem. Der Thurgauer erntet viel Silomais. 
In einem nassen Herbst führt das zwangsläufig gelegentlich zu Dreck auf der Strasse.

Aus diesem Grund hat das Landwirtschaftliche Lohnunternehmen Haffa Daniel eine Wischmaschine im Fuhrpark. Diese kommt vor allem bei der Maisernte oder beim Güllen zum Einsatz und ist nur für asphaltierte Wege geeignet. «Früher haben wir die Strassen jeweils mit der Schaufel des Teleskop-Laders geputzt», erinnert sich Andi Mettler, langjähriger Mitarbeiter des Unternehmens. Die Putzmaschine verrichte aber bessere Arbeit.

In Kürze soll eine neue Bema-Kehrmaschine auf dem Betrieb eintreffen. Diese hat vorgängig zur Bürste eine Kratzvorrichtung installiert, damit bereits festgefahrene Erde gelöst wird. Der Besen befördert den Schmutz anschliessend in einen Bunker.

Auch auf dem Markt sind die Kehrmaschinen Tuchel-Sweep Plus 590, erhältlich bei EMS Grosswangen und Hako, erhältlich bei der Firma Steck AG, Bigenthal.

Die Wischmaschine ist ein guter Kompromiss 
zwischen Preis und Leistung

Ist die Verschmutzung besonders gross, wird manchmal auch bereits fortlaufend während der Ernte gewischt, damit die Erde nicht erst angefahren wird. Für Mettler ist die Wischmaschine ein guter Kompromiss zwischen Preis und Leistung. «Die Strasse wird ziemlich sauber, und wenn wir mit einer Wischmaschine mit Wasser reinigen würden, käme das den Landwirt viel zu teuer zu stehen.»

Die Dienstleistung des Strassenwischens werde von den Kunden geschätzt. «Manche leihen die Maschine aus und putzen selber. Andere bitten uns, die Strassenreinigung gleich selbst auszuführen», sagt Andi Mettler. Reich wird man mit dem Service aber nicht. «Das ist für uns als Lohnunternehmer ein Service, den wir auch als Dienst am Kunden verstehen. Es ist uns wichtig, dass Ordnung herrscht und wir kein Image-Problem bekommen», gibt Mettler Auskunft.

Am besten im Voraus klären, 
wer die Strasse putzt

Die Frage nach der Strassenreinigung sei möglichst im Voraus zu klären, gibt Mettler zu bedenken. So lassen sich böse Überraschungen vermeiden. Zu den bösen Überraschungen zählen insbesondere Anzeigen wegen verschmutzten Strassen.

 

Die rechtliche Situation

Wer muss eine verschmutzte Strasse putzen? Und wer haftet im Falle eines Unfalls? So einfach die Fragen, so komplex ist die Antwort.
Aus strafrechtlicher Sicht gilt: 
Der Lohnunternehmer – genauer gesagt der Fahrer beziehungsweise Verursacher der verschmutzten Strasse – haftet. Erstattet jemand Anzeige wegen verschmutzter Strasse, so muss der Fahrer mit 
einer Anzeige und einem Verfahren rechnen. Das kann eine Busse oder gar den Ausweisentzug zur Folge haben. Der Lohnunternehmer als Arbeitgeber kann hier nichts für seine Angestellten tun. Solche Fälle sind in der Praxis bereits vorgekommen, weiss Nicolas Eschmann, Geschäftsführer des Verbands Lohnunternehmer Schweiz.


Nebst dem Strafrecht gibt es aber noch das Vertragsrecht zu beachten. Hier ist es so, dass ein Lohnunter
nehmer in seinen allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) 
die Pflicht zur Strassenreinigung 
auf den Landwirt abwälzen kann. 
Der Landwirt muss vorgängig 
über die AGB informiert worden sein. In so einem Fall hat ein Richter zu entscheiden. Zudem ist zu beachten, dass in den normalen Tarifen der Lohnunternehmer die Strassenreinigung nicht inbegriffen ist.

Nicolas Eschmann weist darauf hin, dass es nicht darum gehe, den schwarzen Peter hin und her zu schieben. «Wichtig ist, dass vorgängig miteinander gesprochen wird und allen klar ist, wer wofür verantwortlich ist.» So liessen sich Missverständnisse vermeiden. Glücklicherweise 
ist bisher kein Fall bekannt, in dem eine verschmutzte Strasse zu einem Unfall mit Personenschaden geführt hätte.

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