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Rundballen wendig und maschinell verteilen

Rundballen von Hand auflösen ist machbar, aber auf die Dauer ein Murks. Deshalb hat die Landtechnik Heini AG einen selbstfahrenden Ballenauflöser namens Rucar entwickelt. Das Gerät kann mit einem zusätzlichen Mischbehälter für Mais und Kurzfutter ausgerüstet werden.


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Kurz & bündig

  • Rundballen können mit dem Rucar maschinell aufgelöst werden.
  • Dank einem Ladearm wird kein zusätzliches Umschlaggerät benötigt.
  • Als Option kann der Rucar mit einem Mischbehälter für Mais ausgerüstet werden. Die vordere Wand kann für das Beladen bodeneben abgesenkt werden.

Heini Rucar

 

  • Motor: 2-Zylinder Benzin mit Elektrostart
  • Antrieb: alle Antriebe hydrostatisch
  • Gewicht:1620 kg inkl. Maisbehälter,1120 kg Basisausrüstung

Martin Steiner aus Sempach Station LU führt einen klassischen Milchwirtschaftsbetrieb. Seine Produktionsstrategie ist nicht auf Hochleistung ausgelegt. Er setzt vor allem betriebseigenes Raufutter ein und produziert nebst Heu auch Siloballen.

Wenn es das Wetter erlaubt, entscheidet er sich immer für die Heuproduktion, weil das Verfahren günstiger ist. Trotzdem fallen jährlich runde Siloballen an. Anfangs hat er diese seinen rund 30 Milchkühen noch von Hand vorgelegt. Auf die Dauer ist das jedoch keine Lösung: Der Verschleiss an Rücken und Schultern ist hoch, die Arbeit ist mit zu viel Murks verbunden.

Martin Steiner suchte als Lösung nicht nach einem Mischwagen. Ihm war bewusst, dass die Durchfahrtshöhen in seinem Stall zum Teil zu niedrig sind. Zudem erschien ihm das Verfahren mit einem Mischwagen zu aufwändig, da er für den Betrieb zusätzlich einen Traktor und ein Ladefahrzeug benötigt. Rasch war klar, dass mit einem motorisierten Ballenauflösegerät das Problem effizient und günstig gelöst werden kann.

Martin Steiner hat sich für die selbstfahrende Fütterungsmaschine namens Rucar entschieden. Rucar wird durch die Landtechnik Heini AG im benachbarten Neuenkirch LU gefertigt. Der Selbstfahrer basiert auf einem Ballenauflöse-Gerät, wie es für den Traktoranbau angeboten wird. Heini entwickelte als Ergänzung einen Fahrkopf mit einem 18 PS-Motor und einem gelenkten Antriebsrad. Die beiden vorderen Räder sind nicht angetrieben. Am Ursprung der Entwicklung stand ein Kunde, welcher sich ein Ballenauflöse-Gerät für den Dreipunktanbau als Selbstfahrer wünschte. Die Idee fand auch bei anderen Landwirten Gefallen und das Gefährt namens Rucar wurde weiterentwickelt. Mittlerweile fertigt Heini das Auflösegerät aus rostfreiem Stahl, für eine besonders lange Lebensdauer.

Ein Zusatzbunker für Mais ist ebenfalls im Angebot. Dieser ist mit einer Austragsschnecke ausgerüstet und kann Mais mit anderen Futterkomponenten entlang der Futterachse verteilen. Der Zusatzbunker hat eine Ladeklappe: Damit können Maisballen ohne zusätzliches Ladegerät aufgenommen werden.

Der Bunker kann auch mit einer Entnahmefräse oder mit einem Kran ab einem Hochsilo beschickt werden. Als Option wird eine speziell konstruierte Austragsschnecke mit Mischfunktion angeboten. Damit lassen sich andere Futterkomponenten mit dem Silomais einmischen.

Die Hauptaufgabe des Rucar bleibt das Auflösen und Verteilen der Rundballen. Der Ballen liegt dabei auf einem Kratzboden. Mit diesem wird er gegen einen überdimensionierten Pick-up gedrückt. Dieser nimmt in diesem Fall nicht Futter vom Boden auf, sondern rollt den Ballen ab. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Drehrichtung der Ballen auf der Maschine zu liegen kommt. Die Bedienung erfolgt vom Fahrerstand aus. Alle Antriebe sind hydraulisch. Angetrieben wird der Rucar mit einem 18-PS-Benzinmotor.

Der Fahrantrieb und die Lenkung sind ebenfalls hydrostatisch

Martin Steiner verteilt das Futter gleichmässig entlang der Futterachse. Das Futter des Rundballens gelangt über den Pick-up hinweg und fällt auf den Futtertisch. Um einen ungleichmässigen Futterabtrag zu korrigieren, passt Steiner die Fahrgeschwindigkeit an. Tagsüber legt er rund dreimal neues Futter nach.

Die Komponenten Mais und Gras müssen in separaten Durchfahrten vorgelegt werden. Die Hydraulikversorgung ist nicht für einen gleichzeitigen Betrieb ausgelegt. Mit dem Rucar kann Steiner im Futtertenn an Ort wenden. Er muss dazu nicht auf den Vorplatz fahren.

Die Fütterungsmaschine kann zusätzlich mit einem schwenkbaren Futterschieber ausgerüstet werden. Dies hat die Maschine von Steiner nicht. Wie erwähnt, legt er lieber täglich mehrmals neues Futter nach.

Diese Arbeit muss er nicht immer selber machen. Auch sein Vater kann den Rucar bedienen. Laut Bruno Heini sei es oft so, dass dank der Maschine die Fütterung von den Seniorchefs oder den Betriebsleiterinnen übernommen werde. Das erhöht die Flexibilität des Betriebsleiters.

Mit dem Rucar muss nur eine Maschine gestartet werden

Die Fütterungsmaschine nimmt die Grassilo-Ballen selbstständig auf. Ein seitlicher Ladearm fährt unter den Ballen und hebt ihn auf den Kratzboden. Ein hydraulischer Stützfuss stabilisiert dabei das Dreirad.

Unterschiedliche Ballendurchmesser können mit dem teleskopierbaren Arm ausgeglichen werden.

Auch Maisballen in runder oder eckiger Form können ganz oder geteilt mit der Ladeklappe vom Boden aufgenommen werden. Dies erfolgt an der Maschinenfront. Dazu ist kein zusätzlicher Stützfuss notwendig. Für die tägliche Fütterung muss also nur eine Maschine gestartet werden. Das bezeichnet Martin Steiner als grossen Vorteil.

Die Ballen müssen aber vorgängig auf dem Boden platziert werden, der Rucar kann sie nicht vom Stapel nehmen. Aber es können jeweils mehrere Ballen vorbereitet werden.

Der Rucar fährt hydrostatisch bis zu 6 km/h, hat eine Bremsachse und kann mit einer Werkverkehr-Bewilligung auf dem Hofareal verkehren.

Wer Ballen noch von Hand auf-löst, aber die Schulter bereits spürt, sollte sich bald für eine maschinelle Lösung entscheiden. Hier kann der Rucar eine wirtschaftliche Lösung sein.

 

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