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Lohnunternehmen Kiener, Trimstein

Mähdrusch:

  • 1 Laverda 1740
  • 1 Laverda 184 AL
  • 1 New Holland CSX Hillside
  • 1 New Holland TC 5.90 Hillside
  • 1 New Holland CX 5090
  • 1 New Holland TC 54
  • 1 John Deere 1169 H
  • 1 John Deere Hillmaster 2256
  • 1 John Deere Hillmaster T 550

 Diverse weitere Dienstleistungen

Arbeitskräfte: Betriebsleiterfamilie, 2 festangestellte Mitarbeiter, 12 Aushilfen

www.kiener-trimstein.ch

 

«Wenn man mit dem Mähdrescher kommt, ist dies für viele Landwirte ein freudiges Ereignis. Die Ernte ist der krönende Abschluss, wenn eine Kultur viele Monate gepflegt wurde.» Daran freut sich auch Peter Kiener. Der Lohnunternehmer aus Trimstein BE hat viele Kundenkontakte und schätzt es, wenn Landwirte zufrieden sind mit dem Ernteertrag und der Arbeit seiner Fahrer mit ihren Maschinen.

Mähdreschen macht man mit Herzblut

Vor 32 Jahren fuhr der 50 jährige erstmals Mähdrescher. Heute kommt er als Chef von neun Maschinen kaum mehr dazu. «Wenn dies pro Saison einen halben Tag ist, muss ich bereits zufrieden sein.» Seine Leidenschaft leidet jedoch nicht darunter, das organisatorische Drumherum erfordert ebenfalls vollen Einsatz. «Mähdreschen macht man mit Herzblut oder gar nicht, so hat man auch keine Mühe mit hektischen Erntetagen, wenn viel läuft.»

Aushilfen während der Saison

Die Mähdrescher und weiteren Maschinen von Peter Kiener werden von drei festangestellten Mitarbeitern und 12 zusätzlichen Aushilfen gefahren, welche zum Teil ihre Ferien nach der Erntesaison richten. Sie sind im Aaretal zwischen Thun und Rubigen sowie Richtung Emmental unterwegs. Das Einsatzgebiet ist sehr unterschiedlich, zwischen ganz flach und ganz steil gibt es alles. Durch die unterschiedlichen Höhenlagen staffelt sich die Ernte und die Drescher können besser ausgelastet werden. Wobei hier die Staffelung in den vergangenen Jahren nicht mehr so deutlich ist. «In höheren Lagen wird Gerste zum Teil wieder intensiver geführt und reift einige Tage später ab. Oft überschneidet sich dies dann mit dem ersten Weizen in frühen Lagen.»

Allerdings kann auch nicht jeder Mähdrescher überall eingesetzt werden. Im Maschinenpark finden sich druschstarke Maschinen für die Fläche, welche nicht mit Vollhangmähdreschern vergleichbar sind. Es kommt dann auch immer auf das Wetter an, wie viele Tage für die Ernte verfügbar sind. Bei langanhaltendem Schönwetter könnte die gesamte Arbeit mit sechs Dreschern erledigt werden. Es gab aber auch Situationen, da hätte Peter Kiener lieber zwölf Maschinen zur Verfügung gehabt. In diesem Jahr erfolgt der Erntestart wetterbedingt spät und sobald es losgeht, dürfte es dann gleich alle brauchen.

Wann ist das Getreide erntereif?

Als Mähdruschunternehmen geht es nicht mehr nur darum das Getreide zu ernten. Die Beratung der Kunden gewinnt immer mehr an Bedeutung. Manchmal ist nicht ganz klar, wann ein Bestand überhaupt erntereif ist. «Ich erhalte viele Anrufe, bei denen Unsicherheiten vorhanden sind. Beispielsweise ist der Bestand vorne im Feld abgereift und hinten am Waldrand noch nicht ganz. Viele sind froh, wenn man hier Empfehlungen geben kann», so Peter Kiener. In jeder Saison sieht er unzählige Felder und kann darob besser beurteilen als ein Landwirt, welcher nur seine Parzellen sieht.

Hier beratet Peter Kiener gerne. Dadurch kann beispielsweise auch vermieden werden, dass an einem Feld mit der Ernte begonnen und dann festgestellt wird, dass die Feuchtigkeit doch noch zu hoch ist und später ein zweites Mal hingefahren werden muss. Solche Übungen sind ein Leerlauf und kosten viel Geld.

Um hier noch besser planen zu können, hat Peter Kiener in zwei mobile Handdrescher investiert. Dort lässt man 50 Halme rein und erhält die Feuchtigkeit ermittelt. Ein solches Gerät befindet sich auf dem Betrieb, wo die Kunden die Proben vorbeibringen. Das andere Gerät führt er im Betriebsfahrzeug mit.

Auch wenn dieses Hilfsmittel die Planung erleichtert, wird es nicht einfacher, die Maschinen optimal zu disponieren. Über- und Unterführungen erschweren die Routenplanung, dazu kommen immer öfter Baustellen, welche eine Durchfahrt erschweren. Die Drescher sind 3,5 Meter breit und die neuen Modelle erreichen dieses Mass nicht nur mit der Aussenbreite der Räder, sondern auch mit dem Aufbau und den Spiegeln. Der Fahrer muss immer mehr auch auf Baumäste und anderes Zeugs achten, welches sonst niemanden stört.

Damit die Zufahrt zu einem Feld möglichst effizient gewählt werden kann, hat Peter Kiener in die Lohnunternehmer Software Agrarmonitor investiert. Dort können die Aufträge verwaltet und Parzellen in einer Karte eingetragen werden. Seit zwei Jahren wird das System genutzt und bereits im ersten Jahr konnten viele Daten genutzt werden. Die Kunden haben einen Link erhalten, mit dem Sie in einer Karte ihre Parzellen eintragen konnten. «Ich habe gestaunt: Die Hälfte der Kunden haben von Anfang an mitgemacht, damit haben wir nicht gerechnet.» Es sei nun einfacher, die Zufahrt anhand der Karte zu planen. Die Beschreibungen, wo eine Parzelle nun genau liegt, war nicht immer einfach. Beispielsweise «dort, wo letztes Jahr Kartoffeln neben dem Weizen gepflanzt waren.»

Der ideale Druschtag

Ein optimaler Druschtag sieht so aus, dass die tägliche Wartung an den Dreschern gemacht ist und alle voll einsatzfähig sind. Die Aufträge bis 10 Uhr eintreffen und das Programm für den ganzen Tag oder gar bis in die Nacht für jeden Fahrer gemacht ist und das Wetter schön ist und für den Abend kein Regen angesagt ist.

«Das ist jedoch Wunschdenken», sagt Peter Kiener und muss lachen. Es kommt immer etwas dazwischen. Sieht man den Mähdrescher beim Nachbarn, ruft einer an und will dann auch gleich dreschen. «Man muss die Planung dauernd anpassen, aber das gehört dazu und gefällt mir irgendwie auch.» Peter Kiener ist als Chef von neun Mähdreschern meistens mit dem Betriebsfahrzeug unterwegs, unterstütz hier und dort einen Fahrer mit Tipps zur Maschineneinstellung, schaut sich die nächsten Felder an oder berät die Kundschaft.

Obschon der Einsatzbereich geografisch weitläufig ist, bleiben die einzelnen Mähdrescher in der Regel in einer Region und wechseln nur selten das Gebiet. So können Strassenfahrten vermieden werden. Letztlich kommt es drauf an, dass die Dreschtrommel dreht und nicht Kilometer abgefahren werden. Nach getaner Arbeit kehren die Drescher jedoch auf das Betriebsgelände zurück. Dort sind die Bedingungen am besten, sie für den nächsten Arbeitstag vorzubereiten.

 

Mähdrescher brauchen freie Fahrt

Mähdrescher haben nur eine kurze Saison. Damit sie wirtschaftlich sind, benötigen sie während der Ernte freie Fahrt ohne Hindernisse auf der Strasse und im Feld. Dazu kann der Landwirt als Auftraggeber viel beitragen:

  • Grenzsteine und Schächte markieren
  • Grosse Flächen anbauen
  • Zusammenhängende Felder in einem Zug ernten
  • Mit Nachbarn absprechen und angrenzende Felder nacheinander mit nur einer Anfahrt ohne Schneidwerk an- und abbau ernten
  • Weidezäune bei der Zufahrt entfernen
  • Grenzsteine markieren
  • Wartezeiten beim Abtanken vermeiden
  • Bestände mit Unkraut erschweren den Drusch und das Korn wird wiederbefeuchtet

 

Tipps zur Rapsernte von feiffer consult

Erst wenn die gesunden Pflanzen länger ausreifen können, etabliert sich der Höchstertrag bei Korn und Öl. Das heisst, man drischt Raps besser zu spät als zu früh. Die Mächtigkeit des Schotenpakets hat sich von früher zu heute fast verdoppelt. Das untere Schotendrittel wird weniger belichtet und ist dadurch in der Abreife verzögert.

In den folgenden Videos erklärt Andrea Feiffer, auf was beim Rapsdrusch zu beachten ist.

Erntetermin
Schneidwerkeinstellung
Dreschwerkeinstellung
Reinigung