Eine gute Stallhygiene trägt zur Vorbeugung und Eindämmung von Schweinekrankheiten bei. Dazu gehört eine regelmässige und gründliche Reinigung des Schweinestalls, allenfalls gefolgt von einer Desinfektion. Beide Arbeitsschritte reduzieren die Anzahl Bakterien auf der Stalloberfläche um je etwa das Tausendfache.

Allerdings entfaltet die Desinfektion ihre Wirkung nur in einem sauberen, gut abgetrockneten Stall. Auch bei einer zu kalten Temperatur kann die Wirkung schlechter ausfallen (Produkte mit Kältefehler). Verhindern lässt sich dies durch Aufheizen des Stalls oder ein geeignetes Desinfektionsmittel.

Im Jahr 2025 diskutierten SGD- und Vertragstierärzte etwa bei jedem 11. Besuch die Umsetzung der Stallhygiene ausführlicher bzw. gaben eine Empfehlung in diesem Bereich ab.

Wann ist eine Stalldesinfektion sinnvoll? Vorbeugend macht die regelmässige Desinfektion insbesondere Sinn bei: wechselnder Herkunft der Schweine, Ringbetrieben oder grösseren Tierbeständen. Tritt eine durch Erreger (z. B. Bakterien, Viren oder Parasiten) verursachte Krankheit vermehrt im Bestand auf, wirkt sich eine wirksame Stalldesinfektion häufig positiv aus – meist in Kombination mit weiteren Massnahmen. Die gute Stallhygiene ist dabei umso wichtiger, je stärker der Stall als Erregerreservoir wirkt (wie z. B. bei Brachyspiren). 

Mehr Informationen: www.diegruene.ch/suisag-merkblaetter