Der Melkroboter war ein langer Wunsch und hat bei uns auf dem Betrieb zu einer grossen Arbeitserleichterung geführt», sagt Landwirt David Gygax. Er arbeitet auf dem landwirtschaftlichen Betrieb im bernischen Oschwand, der von seinem Vater Urs Gygax und seinem Onkel Bernhard Gygax bewirtschaftet wird.

Der Melkroboter wurde im Rahmen des Stallumbaus im Jahr 2021 in Betrieb genommen. Mit dem Melkroboter Lely Astronaut A5 werden aktuell 32 Kühe gemolken. Zusammen mit den Galtkühen befinden sich auf dem Betrieb total 38 Milchkühe der Rassen Holstein und Red Holstein.

Dass Familie Gygax in einen Melkroboter investiert hat, hat einen klaren Grund: «Durch den Melkroboter können wir mehr Arbeitszeit in der Schweinehaltung investieren», sagt David Gygax. Die Schweinehaltung ist der wichtigste und zeitintensivste Betriebszweig. Zusammen mit einem anderen Betrieb werden in einer Betriebsgemeinschaft 270 Zucht- und 600 Mastschweine gehalten.

«Mit der Umstellung auf den Roboter konnten wir die Leistung von 10 000 kg auf 13 000 kg Milch pro Kuh steigern.»

David Gygax, Landwirt

Hoher Tierkomfort dank freiem Tierverkehr

Neben der Arbeitserleichterung und der flexibleren Arbeitseinteilung sieht David Gygax den verbesserten Tierkomfort als weiteren Vorteil. «Durch den freien Tierverkehr können die Kühe selbst entscheiden, wann sie melken, fressen oder liegen wollen und werden nicht zweimal täglich in den Warteraum ‹gedrückt›.»

Während der Weidesaison haben die Milchkühe täglich 2 Stunden Weidegang. Sie haben jeweils freien Zugang zum Stall und suchen auch während des Weidens den Melkroboter auf. So ist es kein Problem, die Melkfrequenz einzuhalten.

Sollte es zu Störungen oder zu einem Ausfall beim Roboter kommen, gibt es aufgrund der tieferen Tierzahlen einen grösseren Handlungsspielraum. «Die Kühe mögen es zwar gar nicht, wenn der Roboter ausfällt. Dann sind sie schon mal etwas unruhig», so David Gygax. In der Regel können Störungen aber schnell behoben werden und die gewünschte Melkfrequenz pendelt sich schnell wieder ein.

Bessere Leistungen mit mehr Melkungen

Die Milchkühe geben im Schnitt 43 kg Tagesmilch, in 24 Stunden produziert Familie Gygax rund 1400 kg Milch. Die durchschnittliche Anzahl Melkungen pro Tag liegt auf dem Betrieb bei 3,3 bis 3,4 pro Kuh.

Durch das häufigere Melken hat sich die Milchleistung erhöht. Seit der Umstellung auf den Roboter stieg die durchschnittliche Laktationsleistung von 10 000 kg auf 13 000 kg Milch pro Kuh. Mit dem Melkroboter und dank einem durchdachten Management kann Familie Gygax sehr effizient Milch produzieren.