Bei idealen Wetterbedingungen konnte im Mittelland in der ersten Märzwoche bei trockenen Bedingungen mit Überweiden gestartet werden. Für ertragsreiche und qualitativ hochwertige Mutterkuhweiden ein wichtiger Pflegeschritt als Start in die neue Weidesaison. Kombiniert mit einer Übersaat halfen die Kühe, dem Saatgut guten Bodenschluss zu geben. Dies förderte die Bestockung der hochwertigen Weidegräser und Lücken aus dem vergangenen Jahr werden geschlossen.
Mit der nötigen Feuchtigkeit kann sich der erste Aufwuchs trotz kühleren Temperaturen ideal entwickeln. Wichtig ist, das Graswachstum im Auge zu behalten und auf den Futterbedarf der Herde abzustimmen. Die Kühe brauchen in den kühleren Frühlingswochen pro Tag 20 bis 25 Aren Weidefläche, dies reduziert sich später auf knappe 15 Aren pro Mutterkuh und Tag. Wenn die Flächenreduktion verpasst wird und der Weidedruck zu gering ist, können die Gräser die Rispen schieben und die Weideverluste nehmen zu.
Pro kg Trockensubstanz Weidegras im Stadium 1 bis 2 können die Kühe 2 kg Milch nach Energie und über 2,5 kg Milch nach APDN produzieren. Für eine optimale Leistung der Kühe und Kälber empfiehlt sich eine leichte Zufütterung im Stall. Das junge, rohfaserarme und zuckerreiche Frühlingsgras wird idealerweise mit einem Heu 1. Schnitt oder einer Maissilage ergänzt. Damit lassen sich das Wachstumspotenzial und die Fettabdeckung der Beef ausschöpfen. Denn die Pansenmikroben der Kühe und Kälber sind auf eine ausgeglichene Ration mit genügend Strukturkomponenten angewiesen. So kann ein marktorientiertes Produkt preiswert produziert werden.