Klauenbäder zur Behandlung von an Moderhinke erkrankten Schafen haben eine lange Tradition. Häufig werden zur Herstellung der Klauenbadelösung Zink- oder Kupfersulfat verwendet.

Diese beiden Bademittel haben sich für den Einsatz in der Moderhinke-Sanierung sehr gut bewährt. Da es sich aber bei Zink- und Kupfersulfat um Problemstoffe handelt, müssen sie nach dem Gebrauch unbedingt korrekt entsorgt werden.

Es gibt Alternativen zu Zink- und Kupfersulfat

Eine aktuelle Studie bestätigt nun auch die Wirksamkeit eines alternativen, umweltfreundlichen Klauenbademittels auf der Basis von Glutaraldehyd und Glycolsäure (Desintec® Hoofcare Special D) zur Sanierung von Moderhinke. Die gebrauchte Badelösung dieses Produkts kann über die Jauchegrube oder auf dem Miststock entsorgt werden.

Daneben gibt es einige Desinfektionsmittel, welche bereits nach kurzer Einwirkzeit zuverlässig Keime abtöten, welche zum Beispiel an der Oberfläche des Klauenhorns oder des Zwischenklauenspaltes haften.

Solche Produkte eignen sich sehr gut für Klauenbäder zur Desinfektion der Klauen zum Beispiel nach Ausstellungen oder für Biosicherheitsmassnahmen wie Stiefelbäder oder die Desinfektion von Klauenwerkzeug.

Noch gibt es aber keine wissenschaftlichen Studien, die belegen, dass mit diesen Produkten auch eine Sanierung von an Moderhinke erkrankten Herden möglich ist.