Mit den steigenden Temperaturen vermehren sich die Roten Vogelmilben in den Legehennenställen wieder rasch und können zu einer grossen Plage werden. Dieser Parasit saugt in der Nacht Blut auf den Hennen und versteckt sich tagsüber auf der Unterseite der Stalleinrichtungen sowie in Ritzen und Öffnungen. Die kleinen Parasiten werden oft unterschätzt, können sie doch bei den Hennen bis zum Tod durch Blutarmut führen.

Da kaum ein Hühnerstall milbenfrei ist, sorgt eine regelmässige, konsequente und vor allem frühzeitige Behandlung dafür, die Parasiten in Schach zu halten. Es gibt eine grosse Palette von Bekämpfungsstrategien. Wohl am häufigsten eingesetzt werden Silikatstäube, die auf die Stalleinrichtungen und typische Milbenverstecke aufgetragen werden und die Milben austrocknen.

Da wegen möglicher Resistenzen weniger chemische Mittel eingesetzt werden, gibt es auch einige pflanzliche Wirkstoffe oder Öle, die entweder das Blut der Hühner weniger attraktiv für die Milben machen oder die Milben abtöten sollen.

Seit einiger Zeit gibt es auch ein teures, aber sehr wirksames Mittel vom Tierarzt, das über das Trinkwasser verabreicht wird und die Roten Vogelmilben nach der Blutmahlzeit abtötet.

Raubmilben als natürliche Gegenspieler eignen sich vor allem für kleinere Stalleinheiten mit Kotgrube.

Genauere Informationen zu den Milben sowie zu verfügbaren Produkten finden sich auf der Website des Aviforums. Eine Liste der «in der Schweiz vertriebenen Produkte zur Bekämpfung der Roten Vogelmilbe beim Geflügel» findet sich hier.