Haben Sie noch kein Abo von «die grüne»?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits «die grüne»-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

Haben Sie noch kein Abo von «die grüne»?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits «die grüne»-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

Die getarnte Agrarlobby der Umweltverbände WWF, Pro Natura, Greenpeace, BirdLife & Co. – Editorial von Jürg Vollmer

Die Schweizer Umweltverbände WWF, Pro Natura, Greenpeace, BirdLife & Co. bilden eine perfekt getarnte Agrarlobby, die eine vernünftige Agrarpolitik in unserem Land mit viel Geld verhindert.


Es gibt eine perfekt getarnte und gut geölte Kampfmaschine, die eine vernünftige Agrarpolitik in unserem Land mit viel Geld verhindert. Und nein, es ist nicht die sogenannte «Agrarlobby» von Schweizer Bauernverband SBV, der Agrar-Genossenschaft Fenaco und der Agrochemie, von der die Umweltverbände warnen.

Es sind genau diese Umweltverbände: WWF, Pro Natura, Greenpeace, BirdLife & Co. Unterstützt werden diese finanzstarken Verbände von der Kleinbauern-Vereinigung und Splittergrüppchen wie der Vision Landwirtschaft, Tier im Fokus und Swissveg.

Diese Schweizer Umweltverbände kassieren riesige Spendensummen, alleine 2019:

  • 46 Millionen Franken Spendeneinnahmen WWF
  • 38 Millionen Franken Spendeneinnahmen Pro Natura
  • 24 Millionen Franken Spendeneinnahmen Greenpeace
  •   7 Millionen Franken Spendeneinnahmen BirdLife

Zusammen rund 115 Millionen Franken pro Jahr. Die Umweltverbände haben also Geld, viel Geld, zu viel Geld. Hinter den Kulissen erklärten WWF-Mitarbeiter einem bekannten Ständerat unverblümt: «Wir haben im Moment zu viel Geld und wegen der Covid-19-Pandemie keine andere Kampagne. Und etwas müssen wir ja machen.»

Dieses «Etwas» ist die Negativ-Kampagne «Agrarlobby stoppen», die mit einem Budget von 1,8 Millionen Franken gezielt und mit grossem Kaliber auf den Schweizer Bauernverband und dessen Präsidenten Markus Ritter schiesst. Ausgerechnet jener Markus Ritter, der den SBV seit 2012 als erster Bio-Landwirt führt.

Man muss kein ausgebuffter Machiavelli sein um zu merken, dass hier professionelle Kampagneros gezielt und langfristig einen Keil treiben zwischen die Bäuerinnen und Bauern, deren Verbände und Partner in den vorgelagerten und nachgelagerten Bereichen wie Fenaco und Agrochemie.

Es ist ein Treppenwitz der Politgeschichte, dass ausgerechnet eine Stiftung von Erben der Gründerfamilie des Pharmakonzerns Roche die Negativ-Kampagne «Agrarlobby stoppen» mitfinanziert, die sich auch gegen die Agrochemie richtet.

Und es ist erschreckend, dass in der Schweizer Politik seit 2017 noch nie eine Negativ-Kampagne gegen die Landwirtschaft über einen so langen Zeitraum (schätzungsweise zehn Jahre) so aggressiv und mit so vielen Halbwahrheiten geplant worden ist.

Denn es geht nicht «nur» um den Abstimmungskampf für diezwei Pflanzenschutzmittel-Initiativen, über die am 13. Juni 2021abgestimmt wird. Die Umweltverbände haben schon eine ganze Reihe von weiteren Volks-Initiativen und Vorstössen im Parlament aufgegleist:

  • Biodiversitäts-Initiative (am 8. September 2020 mit 108’112 beglaubigten Unterschriften eingereicht)
  • Landschafts-Initiative für eine «bessere» Raumplanung (am 8. September 2020 mit 105’234 beglaubigten Unterschriften eingereicht)
  • Weitere Vorstösse zum Schutz des Trinkwassers (im Parlament hängig)

Es gibt also tatsächlich eine Agrarlobby – aber auf Seiten der Umweltverbände. Alleine der WWF hat im Nationalrat und Ständerat 25 Politiker, Greenpeace 21 Politiker und Pro Natura 19 Politiker. Diese wiederum verschaffen mehr als einem Dutzend Lobbyisten der Verbände Zutritt ins Bundeshaus.

Und ausserhalb vom Bundeshaus sorgen neben der spendenfinanzierten Maschinerie der Umweltverbände gut bezahlte Agenturen wie Pluswert in Chur, Politimpuls in Bern und Feinheit in Zürich mit alles andere als feinen Methoden für grosskalibrige Munition, mit welcher der Schweizer Bauernverband in die Knie gezwungen werden soll.

Hinter den herzigen Pandabären und schönen Schmetterlingen in den Spendenaufrufen steckt also eine gut geölte Kampfmaschine, die eine vernünftige Agrarpolitik in unserem Land mit viel Geld verhindert. Das müssen wir den Konsumenten und den Stimmbürgern in den nächsten Monaten erklären, dann kommt es doch noch gut für unsere Schweizer Bauernfamilien.

Gefällt Ihnen, was Sie lesen?

Warum nicht mal drei Monate «schnuppern»? Für nur CHF 20.— erhalten Sie 3 Print-Ausgaben sowie den kostenlosen Online-Zugriff.

Schnupperabo jetzt bestellen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Ökonom Mathias Binswanger: «Eine Vereinfachung der Schweizer Agrarpolitik ist notwendig!»
28.02.2021
«Eine Vereinfachung der Agrarpolitik ist notwendig», antwortet Ökonom Mathias Binswanger auf das Editorial von «die grüne»-Chefredaktor Jürg Vollmer. Dieser fordert: «Die Agrarpolitik AP22+ und das damit verbundenen Bürokratie-Monster gehört auf den Misthaufen.»
Artikel lesen
«Die Agrarpolitik AP22+ gehört auf den Misthaufen», meint «die grüne»-Chefredaktor Jürg Vollmer im Editorial vom Februar-Heft 2021. «Und mit der AP22+ die ganze Vierjahres- Aufpfropf-Agrarpolitik mit dem damit verbundenen Bürokratie-Monster.» «Eine Vereinfachung der Agrarpolitik ist tatsächlich notwendig», antwortet Ökonom Mathias Binswanger in einem «StandPunkt». Jürg Vollmer will die ...
Werbung
Folgen Sie uns