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Agroscope: Raps mit Untersaat ist ein vielversprechender Ansatz für den Pflanzenschutz

Raps ist in der Schweiz eine wichtige Ölsaat und spielt eine zentrale Rolle in der Fruchtfolge. Das Befallsrisiko durch Schadinsekten von der Aussaat bis hin zur Ernte ist sehr hoch und macht Raps zu einer der Insektizid-intensivsten Kulturpflanzen.


Raps ist in der Schweiz eine wichtige Ölsaat und spielt eine zentrale Rolle in der Fruchtfolge. Das Befallsrisiko durch Schadinsekten von der Aussaat bis hin zur Ernte ist sehr hoch und macht Raps zu einer der Insektizid-intensivsten Kulturpflanzen. Mit Blick auf eine nachhaltige Produktion untersucht Agroscope seit mehreren Jahren die Wirkung von Untersaatmischungen auf das gesamte Schädlingsspektrum.

Im Rahmen der zwischen 2014 und 2018 durchgeführten Versuche mit Untersaat konnten Frass-Schäden durch adulte Erdflöhe reduziert werden. 2020 zeigte ein Versuch mit der Ackerbohnen als Begleitpflanze vielversprechende Ergebnisse. Die frostharte Leguminose reduzierte den Bestand der Rapspflanzen, machte sie jedoch robuster. Die Rapskultur mit Untersaat erlitt weniger Schäden durch den Rapsstängelrüssler, möglicherweise aufgrund der visuellen Verwirrung durch die Stängel der Ackerbohnen im Februar/März. Zudem war auch die Zahl der Rapsglanzkäfer pro Pflanze geringer. Schliesslich konnte bei der Raps-Untersaat mit Ackerbohnen ein höherer Ertrag erzielt werden.

Die Ergebnisse müssen noch detaillierter geprüft werden. Sie werden es aber erlauben, eine Reihe von Massnahmen zu definieren, die eine ganzheitliche Bekämpfung von Rapsschädlingen möglich machen. 

Kommentar zur Raps-Untersaat

Der Anbau von Raps ist anspruchsvoll wegen des hohen Befallsrisikos durch ein breites Spektrum von Schadinsekten. Die Bekämpfung mit Insektiziden ist für umweltbewusste Landwirte nicht zufriedenstellend und es werden immer weniger Wirkstoffe zugelassen.Es braucht daher Alternativlösungen. Dabei erscheint die Raps-Untersaat interessant. Sie erlaubt, auf den Einsatz von Herbiziden zu verzichten.

Bernard Beuret, Fondation rurale interjurassienne, Pflanzenschutzstelle Kanton Jura

Allerdings sind dabei einige Vorsichtsmassnahmen nötig. Erstens sollte die Fläche nicht zu stark mit Gräsern bewachsen sein, da die Begleitpflanzen gegen diesen nicht sehr konkurrenzstark sind. Zweitens sollten die als Begleitpflanzen ausgesäten Arten frostempfindlich sein, um im folgenden Frühjahr keine Probleme zu verursachen. Schliesslich muss der Raps früh ausgesät werden, das heisst mindestens eine Woche vor dem üblichen Zeitpunkt, wobei der Raps und die Begleitpflanze am gleichen Tag auszusäen sind.

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