Die Zuchtauswertungen sind wichtige Instrumente, damit SchweinezüchterInnen die Leistungen ihrer Herde überprüfen und vergleichen können. Beispielsweise liefert die Zuchtauswertung viele wichtige Kennzahlen über den Betrieb. Eine zentrale Kennzahl ist die Anzahl abgesetzter Ferkel pro Sau und Jahr. Diese kann mit den Vorjahreswerten des Betriebes sowie mit den durchschnittlichen und besten Betrieben verglichen werden.

Die Differenz zwischen dem besten und dem schwächsten Viertel liegt im Durchschnitt bei ungefähr acht abgesetzten Ferkeln pro Sau und Jahr. Dies entspricht ungefähr einem um 700 Franken höheren Deckungsbeitrag pro Sau. Bei einem Bestand von 50 Sauen ergibt sich daraus ein jährlicher Mehrertrag von bis zu 35 000 Franken.

Zeigen die betriebseigenen Auswertungen unterdurchschnittliche Kennzahlen, die nicht den eigenen Zielen entsprechen, ist eine Ursachenanalyse erforderlich. Ist ein Jahr ausnahmsweise etwas schlechter ausgefallen als die vorangehenden? Ist der Besamungserfolg unter dem üblichen Niveau? Befinden sich viele Jungsauen in der Herde? Sind anderweitige Einflüsse der Grund für die Leistungen?

Entscheidend ist, ob die Ergebnisse mit den betrieblichen Zielsetzungen übereinstimmen. Manche Betriebe erachten eine effiziente Betreuung und extensivere Haltung für wichtiger, als die Anzahl abgesetzter Ferkel pro Sau zu maximieren. In jedem Fall ist eine Kontrolle der Leistungen sinnvoll, um den Betrieb zu optimieren. Die Kennzahlen sind auch eine wertvolle Grundlage für Investitionsentscheidungen oder strukturelle Anpassungen im Betrieb.