Im Frühling bringen Füchse ihre Jungen zur Welt, wodurch ihr Nahrungsbedarf stark ansteigt. Hausgeflügel wird in dieser Zeit zu einer besonders attraktiven Nahrungsquelle, weshalb ein wirksamer Schutz wichtig ist.

Ein ausreichend hoher Zaun genügt, um das Geflügel auf der Weide zu halten. Füchse können jedoch auch hohe Zäune kletternd oder springend überwinden, weshalb eine elektrische Absicherung zwingend erforderlich ist. Bei festen Zäunen empfiehlt sich ein zusätzlicher Elektrozaun auf der Aussenseite oder das Anbringen von stromführenden Drähten oder Litzen am oberen Ende, um das Überklettern zu verhindern. Gegen das Untergraben des Zaunes kann man das Drahtgeflecht eingraben oder einen Saum des Zaunmaterials nach aussen flach auf den Boden legen. Ebenfalls möglich ist das Anbringen einer stromführenden Litze maximal 20 cm über dem Boden.

Bei flexiblen Zäunen ist ein zusätzlicher Elektrozaun auf der Aussenseite die sicherste Lösung. Bei Mobilställen ist auch eine permanente, fuchssichere Umzäunung der gesamten Parzelle in Betracht zu ziehen.

Für einen wirksamen Schutz muss der Elektrozaun zu jeder Zeit funktionstüchtig sein. Dies ist täglich zu kontrollieren, sowohl visuell als auch durch Überprüfung der Spannung. Das Gras unter dem Elektrozaun ist kurz zu halten. Tore und Eingänge sind häufig Schwachstellen und müssen entsprechend sorgfältig abgesichert werden.

Eine durchdachte, gut gewartete und lückenlose Einzäunung ist die wichtigste Voraussetzung zum Schutz des Geflügels vor Beutegreifern.