Drei Themen dürften über die Grenzen hinweg Politik und Landwirtschaft 2026 beschäftigen:

«Abkommen» mit den USA: Die im Dezember 2025 verhandelte Vereinbarung zwischen der Schweiz und den USA zur Reduktion der von den USA einseitig verhängten Zölle soll im ersten Quartal 2026 fertig verhandelt und abgeschlossen werden. Es geht unter anderem um Importkontingente, Handelshemmnisse und Vorgaben bezüglich Lebensmittelsicherheit und den Umgang mit geschützten Ursprungsbezeichnungen.

Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten: Das im September unterzeichnete Freihandelsabkommen zwischen den Efta-Staaten Schweiz, Island, Norwegen und Liechtenstein und den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay) dürfte 2026 dem Parlament zur Genehmigung vorgelegt werden. Ob das Referendum ergriffen und eine Volksabstimmung nötig wird, ist noch unklar. Der Schweizer Bauernverband (SBV) fordert Begleitmassnahmen für besonders betroffene Betriebe.

Seuchenschutz: Die Lage bei der Afrikanischen Schweinepest ist schon länger angespannt, die Vogelgrippe wurde in der Schweiz bereits nachgewiesen. Dazu kommen Krankheiten wie Lumpy Skin Disease, die in Frankreich und Italien nachgewiesen werden konnte. So dürfte die internationale Zusammenarbeit bezüglich Seuchenprävention in den nächsten Monaten weiter an Bedeutung gewinnen.