Unmittelbar nach der Frühjahrssession 2026 hat die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) keinen Entscheid zu Digiflux gefällt. Die Meldeplattform für das Inverkehrbringen von Dünger und Pflanzenschutzmitteln ist seit Anfang 2026 im Einsatz und kann freiwillig genutzt werden. Politisch hat sich in den letzten Jahren aber erheblicher Widerstand gegen die Mitteilungspflicht geformt: Der Grosse Rat des Kantons Bern fordert in einer Standesinitiative eine Vereinfachung der Mitteilungspflicht. Ständerat Jakob Stark (SVP, TG) und Nationalrätin Katja Riem (SVP, BE) fordern in zwei gleichlautenden parlamentarischen Initiativen die Streichung der Mitteilungspflicht für Nährstofflieferungen und eine Anpassung von Digiflux bei Pflanzenschutzmitteln. Demnach soll nur die Inverkehrbringung, nicht aber die Anwendung erfasst werden.
Die WAK-S hat Ende März 2026 die Standesinitiative des Kantons sowie die parlamentarische Initiative von Jakob Stark traktandiert. Ein Entscheid wurde aber vertagt, wie die Kommission anschliessend mitteilte. Sie konnte zwar feststellen, dass die Praxistauglichkeit «stark verbessert wurde»; gleichzeitig stelle man aber fest, dass insbesondere im Bereich Nährstofflieferungen grosser Widerstand vorhanden sei. Um nun mögliche Kompromisse zu finden, soll die Verwaltung in einem Bericht weitere Lösungsansätze skizzieren. In der Mitteilung bleibt offen, wann die WAK-S die Geschäfte wieder traktandiert.