In den nächsten Monaten beschäftigen diese Themen die Schweizer Agrarpolitik:

Agrarpolitik 2030: Der Bundesrat wird im dritten Quartal 2026 die Botschaft zur Agrarpolitik 2030 in die Vernehmlassung schicken. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) erarbeitet derzeit die Eckpunkte. Das Ziel ist eine Agrarpolitik, die Ernährungssicherheit auf Basis einer diversifizierten Inlandproduktion sicherstellt, die den ökologischen Fussabdruck reduziert, die wirtschaftlichen sowie sozialen Perspektiven verbessert und die zu einer Reduktion des administrativen Aufwandes führt. Ob der Bundesrat dieser Anforderung gerecht wird, ist noch offen.

Ernährungs-Initiative: Im Herbst kommt aller Voraussicht nach die Initiative für eine sichere Ernährung zur Abstimmung. Die Initiative wurde von Franziska Herren lanciert (sie lancierte 2016 bereits die Trinkwasser-Initiative) und will die Produktion pflanzlicher Lebensmittel fördern sowie die inländische Produktion stärken. Bundesrat und Nationalrat empfehlen die Initiative ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung; der Ständerat wird voraussichtlich im Frühjahr das Geschäft beraten. Danach legt der Bundesrat den definitiven Abstimmungstermin fest.

Pfas und andere Chemikalienrückstände: Das Parlament befasste sich im Herbst 2025 mit Ewigkeitschemikalien (Pfas) und hat zahlreiche Abklärungen in Auftrag gegeben. Im Rahmen des Absenkpfades Pflanzenschutzmittel hat der Handel ab diesem Jahr eine Meldepflicht. Kurzum: Die Rückstände in Grundwasser und Boden werden die ganze Branche im kommenden Jahr weiter beschäftigen.