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Landwirtinnen in der Schweiz: Jedes Jahr ein bisschen mehr?

Nur 6,2 Prozent aller Schweizer Landwirtschaftsbetriebe werden von Frauen geführt. Die Zahl nimmt aber stetig zu: Im Jahr 2000 gab es erst 717 von Frauen geführte Haupterwerbs-Betriebe. 2018 sind es mehr als doppelt so viele, nämlich 1570.


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Nimmt die Zahl der Frauen in der Landwirtschaft zu? «Ja, aber …» ist wohl die korrekte Antwort. Details liefert der Mitte November erschienene Agrarbericht 2019 des Bundesamtes für Landwirtschaft sowie eine Recherche beim Bundesamt für Statistik.

Im Jahr 2018 wurden 3157 Betriebe oder 6,2 % aller Betriebe von einer Frau geleitet. Die Zahl der von Frauen geführten Landwirtschaftsbetriebe nahm zwischen 2000 und 2018 um 811 Einheiten (+ 1,7 % pro Jahr) zu.

Gleichzeitig nimmt die Zahl der Betriebe aber ab: In der Schweiz gab es im Jahr 2018 insgesamt 50'852 Landwirtschaftsbetriebe. Dies sind 768 weniger als im Vorjahr (− 1,5 %).

Weniger Betriebe, dafür grössere

Den grössten Rückgang verzeichneten in den letzten 18 Jahren die Betriebe der Grössenklassen von 10 bis 20 Hektaren. Zugenommen hat hingegen die Zahl der Betriebe ab einer Grösse von 30 Hektaren.

Die von Frauen geführten Betriebe sind in den Grössenklassen bis 10 Hektaren im Verhältnis zur Gesamtheit der Betriebe übervertreten, in den Grössenklassen ab 10 Hektaren ist der Anteil entsprechend unterdurchschnittlich.

Fazit: Die von Frauen geführten Betriebe sind durchschnittlich kleiner als die Gesamtheit der Betriebe. Allerdings ist auch bei den von Frauen geführten Betrieben eine deutliche Bewegung hin zu den Grössenklassen mit mehr Fläche zu beobachten.

Unterschiede zeigen sich bei Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben: 2018 wurden 72 % aller Schweizer Betriebe im Haupterwerb geführt. Bei den von Frauen geführten Betrieben liegt der Haupterwerbsanteil bei 49,7 %.

Ein kleines Anzeichen dafür, dass die Landwirtschaft weiblicher wird, ist in diesen Zahlen versteckt: Das Verhältnis von Haupt- und Nebenerwerb hat sich zwischen 2000 und 2018 klar zugunsten der Haupterwerbsbetriebe verschoben. Im Jahr 2000 gab es 717 von Frauen geführte Haupterwerbsbetriebe. Im Jahr 2018 sind es mehr als doppelt so viele, nämlich 1570 Betriebe.

Die Zahl der von Frauen geführten Nebenerwerbsbetriebe blieb im gleichen Zeitraum (2000: 1629 Betriebe, 2018: 1587 Betriebe) auf einem ähnlichen Niveau.

 

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Leichter Aufwärtstrend beim Frauenanteil in der Ausbildung

Auch bei der Ausbildung zeigt sich ein leichter Aufwärtstrend: Bei der Ausbildung Landwirt/-in mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis lag der Frauenanteil 2012 bei 14 Prozent, hat sich dann auf 12 Prozent gesenkt und steigt nun wieder. 2018 lag der Frauenanteil bei 15,6 Prozent.

Bei der Attestlehre ist der Anteil auf tiefem Niveau stabil. In den letzten drei Jahren haben jeweils 13 Frauen das Eidgenössische Berufsattest Agrarpraktikerin abgeschlossen, das entspricht knapp 12 Prozent der Abschlüsse.

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