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Die grosse Vielfalt der landwirtschaftlichen Schulen

Fast jeder Kanton in der Schweiz bietet an einer eigenen landwirtschaftlichen Schule die Grundbildung an. Dennoch setzt jede Schule eigene Akzente, wie die Kurzporträts von vier verschiedenen Schulen zeigen.


 

Die landwirtschaftlichen Schulen der Schweiz

Die Übersicht der Schweizer Landwirtschafts-Schulen zeigt, dass in der Grundbildung fast jeder Kanton vertreten ist. Vier Beispiele zeigen die Vielfalt.

Plantahof: Die emotionale Heimat für Menschen im ländlichen Raum

Über 350 Lernende in acht verschiedenen Lehrgängen: Der Plantahof ist das Ausbildungszentrum für die Grund- und Weiterbildung in der bäuerlichen Hauswirtschaft und der Landwirtschaft für die Kantone Graubünden und Glarus. Die Beratung unterstützt die Bauernfamilien und Betriebsleitenden in allen produktionstechnischen, betriebswirtschaftlichen und sozialen Fragen unter dem vielsagenden Leitgedanken «Fortschritt hat Tradition».

Neben dem beliebten Tagungs- und Seminarzentrum stellen die landwirtschaftlichen Gutsbetriebe des Plantahofs eine Besonderheit dar. Zu allen im Bündnerland und im angrenzenden Gebiet relevanten Betriebszweigen steht ein eigener Versuchs-, Demonstrations- und Schulungsbetrieb zur Verfügung: der ÖLN-Milchvieh- und Ackerbetrieb in Landquart, der Bio-Mutterkuhhaltungsbetrieb in der Ganda, das Kompetenzzentrum für Kleinvieh im Waldhaus/Chur, die Alpwirtschaft in Parpan und Lenzerheide, der Bio-Weinbau in Malans und der Obstbau mit Bienenhaltung in Landquart.

 

Schluechthof, Cham (Zug)

Der Schluechthof bietet eine zukunftsorientierte, unternehmerische Ausbildung, um einen Landwirtschaftsbetrieb auch in Zukunft erfolgreich führen zu können. Die Schule existiert seit 1917 und ist öffentlich-rechtlich organisiert.

Im Angebot sind die Ausbildungen Landwirt EFZ, die Berufsprüfung Landwirt, die Meisterprüfung Landwirt, die Ausbildung zum Agrotechniker HF und die Ausbildung Bäuerin HFP.

Aktuell (Stand November 2019) sind 135 Schülerinnen und Schüler am Schluechthof. Jedes Jahr schliessen etwa 18 Landwirte die EFZ-Ausbildung ab, rund 20 die Berufsprüfung, etwa 10 die Meisterlandwirte-Ausbildung und etwa 20 die Agrotechniker-Ausbildung.

Auf dem Gutsbetrieb des Schluechthof leben 75 Milchkühe, 20 Aufzuchtrinder, 80 Mutterschweine, 130 Legehennen, 24 Bienenvölker, 2 Ziegen. Der Gutsbetrieb hat eine LN von 72 ha und nutzt diese für Futterbau, Gerste, Weizen, Raps, Dinkel, Kartoffeln und auf 2 ha für Intensivobst.

Am Schluechthof arbeiten acht «Hauptlehrkräfte» und zirca 30 Lehrkräfte mit Kleinst-Pensen. Die Schülerinnen und Schüler der Grundbildung stammen aus dem Kanton Zug, die höhere Fachbildung wird von Schülern aus den Kantonen Zug, Schwyz, Zürich, Aargau und Luzern besucht. Die Agrotechniker-Ausbildung hat Schüler aus der ganzen Schweiz.

Beratung macht der Schluechthof im betriebswirtschaftlichen und produktionstechnischen Bereich, dazu kommen weitere Spezialberatungen teilweise gemeinsam mit anderen Kantonen (vor allem LU).

Strickhof: vielseitig, vernetzt, zukunftsorientiert

Über 4100 Lernende und 45 verschiedene Lehrgänge: Der Strickhof bietet eine vielfältige Palette an praxisorientierten Grund- und Weiterbildungen in den Bereichen Landwirtschaft und Lebensmitteltechnologie an. Und vereint damit Kompetenzen von der Produktion bis zur Verarbeitung von Nahrungsmitteln – nach dem Motto «vom Feld auf den Teller». Dazu kommen Lehrgänge in Facility Management, Hauswirtschaft, Gesundheit, die Berufsmaturitäts- und Bäuerinnenschule. Einige Lehrgänge, wie etwa die Ausbildung für Obstfachleute oder Winzer, bietet der Strickhof in der Schweiz exklusiv an.

Gemäss seinem Leitgedanken «Traditionell offen» pflegt der Strickhof Partnerschaften mit Unternehmen, Branchenverbänden und anderen Bildungsinstitutionen. Seine Fachstellenmitarbeitenden unterstützen Menschen und Betriebe und legen dabei Wert auf Vernetzung, Praxis-nähe und die Zusammenarbeit über Fachgebiete hinweg.

Vernetzung wird auch bei AgroVet-Strickhof grossgeschrieben – einem gemeinsamen Bildung- und Forschungszentrum des Strickhofs, der ETH Zürich und der Universität Zürich, das Wissenschaft mit den praktischen Bedürfnissen der Landwirtschaft verknüpft.

Als Fenster in die Praxis dient ein vielfältiger und moderner Ausbildungs- und Versuchsbetrieb. Die vier Standorte Lindau, Winterthur-Wülflingen, Früebüel und Alp Weissenstein ergänzen sich ideal und ermöglichen Forschung und Ausbildung auf verschiedenen Höhenstufen. Für eine breite Palette von Anspruchsgruppen stehen verschiedene Nutztierarten sowie Acker-, Futter-, Obst-, Wein- und Gartenbau für die Ausbildung und zu Versuchszwecken zur Verfügung.

 

Liebegg: Das Kompetenzzentrum mit der persönlichen Note

Die landwirtschaftliche Schule Liebegg hat zukunftsorientierte, unternehmerische Aus- und Weiterbildungsangebote mit «persönlicher Note». Bei den Bildungsangeboten richtet sich die Liebegg nach den aktuellen Bildungsplänen und den relevanten Entwicklungen (z.B. Digitalisierung).

Die Schule gibt es seit 1958 als unselbstständige, öffentlich rechtliche Anstalt.

Die Liebegg bietet die Ausbildungen Agrarpraktiker EBA, Landwirt EFZ, Landwirt FA, Meisterlandwirt HFP, Fachfrau Hauswirtschaft EFZ, Bäuerin FA und Bäuerin HFP an. Aktuell sind etwa 350 Schülerinnen und Schüler an der Liebegg. Jedes Jahr schliessen rund 10 Agrarpraktiker EBA ab, 60 bis 80 Landwirte EFZ, 20 bis 25 Landwirte FA und 10 bis Meisterlandwirte. Dazu kommen 10 bis 15 Fachleute HW, 10 bis 20 Bäuerinnen FA und 1 bis 3 Bäuerinnen HFP. Die Liebegg hat auf ihrem Ausbildungs-/Versuchsbetrieb 30 Milchkühe mit Nachzucht, 30 Mutterkühe, 30 Mutterschweine und 15 bis 20 Bienenvölker.

Die 45 ha LN werden genutzt für Futterbau, Gerste, Weizen, Mais, Kartoffeln und Raps. 1,2 ha steht für Intensivobst zur Verfügung, 11 % sind Biodiversitätsfläche. Die Mehrheit der rund 40 Mitarbeitenden arbeitet in der Doppelfunktion Lehrer und Berater.

Die Schülerinnen und Schüler der Grundbildung Landwirt stammen aus dem Aargau. Für die übrigen Bildungsgänge kommen sie auch aus den angrenzenden Kantonen. In der Beratung bietet die Liebegg das ganze betriebswirtschaftliche und produktionstechnische Portfolio, teilweise in Zusammenarbeit mit anderen Kantonen (vor allem in der Nordwestschweiz).

 

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