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Tipps und Tricks für saubere Hände

Gerade im Winter werden die Hände rasch trocken und rissig. Irgendwie müssen Güllegeruch und «Charreschmieri» aber weg. Wobei Hausmittel oft schädlicher sind als «scharfe» Chemie. Dermatologin Dagmar Simon vom Inselspital Bern ordnet ein, was sinnvoll und was schädlich ist.


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Verletzungen vorbeugen

Wer seine Hände schützen will, trägt wenn immer möglich Arbeitshandschuhe. Diese sind von Aufgabe zu Aufgabe verschieden: Auf dem Markt sind zum Beispiel dünne, aber wasserdichte Winter-Handschuhe, etwas dickerer Thermo-Handschuhe, Forst-Handschuhe oder Schnittschutz-Handschuhe. Auch für den Pflanzenschutzmittel-Einsatz sind Nitril-Handschuhe erhältlich, die vor Chemikalien und Mikroorganismen schützen.

Generell empfiehlt Dagmar Simon, Leitende Ärztin an der Universitätsklinik für Dermatologie am Inselspital Bern, geeignete Handschuhe zu tragen, Hautschutzmittel zu verwenden und vor der Arbeit die Hände einzucremen.

Ausserdem gibt es für diverse Verschmutzungen spezielle Hautreinigungsmittel, die mit Hautschutz- und Pflegeprodukten kombiniert werden können.

Der Aufbau der Haut

Die Haut ist die erste Verteidigungslinie gegen Bakterien und Viren. Sie besteht aus den Schichten: Epidermis (Oberhaut), Dermis (Lederhaut) und Subkutis (Unterhaut). Für die Schutzfunktion sind verschiedene Faktoren verantwortlich. Zum einen die Haut an sich und die Oberhaut. Darin sind es die Hornschicht, die eingelagerten Lipide, die Regulation des pH-Wertes, die natürliche Bakterienflora.

Wenn der Feuchtigkeitsgehalt in der Hornschicht unter 8 bis 10 Prozent fällt, wird die Haut rau sowie trocken und neigt zu Rissigkeit. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern macht die Haut auch empfänglich für Schmutz, Bakterien und Viren.

Splitter in der Haut

Splitter in der Haut sind schmerzhaft. Ausserdem kann sich die Verletzung infizieren, wenn der Fremdkörper in der Haut bleibt. Das Entzündungsrisiko steigt, je tiefer der Splitter in der Haut steckt.

Kleine Splitter kann man mit einer vorher desinfizierten Pinzette selber entfernen. Die Verletzung danach desinfizieren und beobachten!

Dringt ein grösserer Splitter oder Dorn mehrere Millimeter tief ein und lässt sich nicht einfach mit einer Pinzette entfernen, ist es nötig, zum Arzt zu gehen.

Richtig reinigen und pflegen

Spätestens seit der Corona-Pandemie gehört das korrekte Händewaschen zum Allgemeinwissen und zum Alltag.

Bei der Wahl der Seife ist darauf zu achten, dass diese pH-neutral ist (abgestimmt auf den Haut-pH-Wert von 5,5) und dass sie rückfettend ist.

Sinnvoll und hygienisch sind Seifenspender. Die Hände müssen mindestens 15 Sekunden vollständig eingerieben werden.

Wenn die Hände nicht schmutzig sind, dann nur desinfizieren.Die Haut muss mindestens 30 Sekunden mit dem Mittel feucht gehalten werden. Dann einreiben, bis das Desinfektionsmittel eingezogen ist.

Da Waschen und Desinfizieren die Hände angreift, lohnt es sich, eine Handcreme zu kaufen, die rasch einzieht, die Haut pflegt, aber keine unangenehme Fettschicht hinterlässt. Auf den guten Geruch darf man gerne verzichten: Duftstoffe können sich negativ auf eine geschwächte Hautbarriere auswirken. Das kann sich in Rötungen, Juckreiz, Schuppungen oder Ausschlag äussern.

Gegen Kettenöl

Was hilft gegen «Charreschmieri»? Interessanterweise Öl: Wer die verschmierten Hände mit einem Schuss (billigem) Salatöl einreibt und erst danach mit Seife, wird den Schmutz rasch los. Wer zusätzlich noch etwas Zucker oder Salz auf die Hände gibt, verstärkt die Reinigungswirkung.

Dagmar Simon stuft dieses Hausmittel als eher aggressiv ein und warnt, dass die Hautbarriere zerstört werden könnte. 

Gegen Erde

Gegen Erde an den Händen nützt Essig: Einen kräftigen Schuss verreiben und dann mit Seife gründlich waschen. Dagmar Simon empfiehlt eher eine neutrale oder rückfettende Seife.

Gegen Fruchtflecken und Blut

Fruchtflecken und Blut verschwinden von den Händen und den Kleidern, wenn sie mit Salz und Zitronensaft eingerieben werden. Danach unbedingt die Hände mit einer guten Handcreme einreiben!

Dagmar Simon stuft dieses Hausmittel als sehr aggressiv ein.

Blutflecken auf Kleidern nie mit warmem Wasser auswaschen: Die Wärme bewirkt nämlich, dass das im Blut enthaltene Eiweiss (Hämoglobin) gerinnt und sich kaum lösbar mit den Textilfasern verbindet.

Gegen (Gülle-)Geruch

Ein weiteres Allheilmittel: Kaffeesatz. Hände, die nach Gülle stinken, zuerst mit Kaffeesatz einreiben und dann mit Seife waschen.

Dagmar Simon empfiehlt statt diesem mechanisch belastenden Hausmittel eher eine neutrale oder rückfettende Seife. (7)

 

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