Wenn der Schweizer Schweinemarkt ausserhalb der Landwirtschafts-Medien zum Thema wird, ist das selten ein gutes Omen. So wurde in den letzten Wochen medial ausführlich über den Preissturz auf dem Schlachtschweinemarkt berichtet.

Für QM-Schlachtschweine wurden in der Kalenderwoche (KW) 31 pro Kilogramm Schlachtgewicht noch Fr. 3.– bezahlt. Der Preis ist somit noch tiefer als in den Jahren 2011 und 2012, als die Preise 29 Wochen bei Fr. 3.10 pro Kilogramm Schlachtgewicht lagen.

Bei den aktuellen Preisen vernichten die Betriebe aktiv Geld, um Schweine zu mästen: Bei einem Schlachtgewicht von 89 Kilogramm lag der Erlös in der KW 31 pro QM-Schwein bei rund Fr. 267.–.

Aufwände werden aus den Reserven gestemmt

Diese Schweine wurden etwa 14 Wochen vorher zum Preis von schätzungsweise 150 bis 160 Franken eingestallt. Abzüglich Ankaufspreis für das Ferkel bleiben pro Tier ca. Fr. 110.– . Dies reicht meist nicht einmal zur Tilgung der Futterkosten. Weitere Aufwände wie Stroh, Energie, Amortisation, Zins und Lohn werden aktuell aus den Reserven gestemmt.

Mit den Mastschweinen sind auch die Preise für Jager weit in die Verlustzone gerutscht. Wieso das? Es wird aktuell mehr Schweinefleisch produziert, als nachgefragt wird. Bei einem nach wie vor rückläufigen Inlandkonsum wurden heuer im ersten Halbjahr 1'318 Tonnen mehr Schweinefleisch produziert als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Bessere Preise werden erst eintreten, wenn die Produktion sich der Nachfrage anpasst.