Zwischenfrüchte sind wertvoll in der Fruchtfolge und sind immer besser als eine Brache. Sie reduzieren Auswaschung, bieten Schutz vor Erosion und verbessern die Bodenstruktur, tragen zum Humusaufbau bei und fördern das Bodenleben. Doch wie wirken sich Zwischenfrüchte in Reinsaaten oder Mischungen auf den Boden und die Folgefrucht aus?

Mischungen setzen mehr Stickstoff für die Folgefrucht frei als Reinsaaten

Diese Fragestellung wird im Forschungsprojekt «Catchy» untersucht. Vorliegende Resultate zeigen, dass bis auf Klee alle getesteten Zwischenfrüchte verfügbaren Stickstoff im Herbst und Winter aufnehmen und speichern. Dies ist insbesondere gegen die Auswaschung wichtig. Für die Verfügbarkeit der aufgenommenen Nährstoffe durch die Zwischenfruchtspreu ist das C:N-Verhältnis zentral und sollte für eine optimale Mineralisierung nicht höher als bei 20 liegen. Diesbezüglich sind Zwischenfrucht-Mischungen vorteilhafter als Reinsaaten. Je mehr Mischungspartner vorhanden sind, desto grösser ist die Nährstoff-Freisetzung in der Folgekultur. Als Beispiel: In der Mischung mit zwölf Partnern wurden 20 kg N/ha mehr freigesetzt werden als in einer Mischung aus vier Pflanzenarten oder Senf-Reinsaat.

Mischungen speichern mehr Nährstoffe

Zwischenfrüchte in Mischungen besiedeln auch mehr Wurzelraum und bilden mehr Wurzelbiomasse, wodurch die Nährstoffaufnahme und -speicherung höher ist. Mikroorganismen haben in Zwischenfruchtmischungen ein breiteres Nahrungsspektrum, was zu einer höheren Nährstoff-Nachlieferung führt. Damit können im Frühling einerseits die Nährstoffgabe reduziert und andererseits die Nährstoffkreisläufe besser geschlossen werden.