Das C:N-Verhältnis beschreibt das Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff im Boden und ist entscheidend für die Abbauprozesse. Ernterückstände und Mist sind wichtige Nährstoffquellen und liefern Stickstoff für die Folgekultur. Ackerböden weisen meist ein Verhältnis von etwa 8:1 auf. Optimal sind Werte zwischen 10:1 und 15:1, da in diesem Bereich die Stickstoffverfügbarkeit, der Humusgehalt und die Bodenfruchtbarkeit besonders günstig beeinflusst werden.

Die Ausbringtechnik und die Aufbereitung von Hofdüngern beeinflussen die Nährstoffverfügbarkeit wesentlich. Durch bodennahe Ausbringung (z. B. mit Schleppschlauch) oder rasche Einarbeitung der Gülle in den Boden lassen sich Emissionen und Nährstoffverluste reduzieren. Strohreicher Mist sollte frühzeitig – idealerweise zur Zwischenkultur – ausgebracht und erst nach etwa drei Wochen mit der Zwischenkultur eingearbeitet werden. Dadurch lassen sich Stickstoffsperren vermeiden und die Nährstoffeffizienz steigern. Die Aufbereitung von Mist (Mistrotte, Kompostierung) senkt das C:N-Verhältnis und verbessert die Stickstoffwirkung.

Die Integration von Leguminosen in die Fruchtfolge ist ebenfalls ein wirkungsvolles Mittel zur Schliessung von Nährstoffkreisläufen. Mithilfe von Knöllchenbakterien können sie Stickstoff aus der Luft fixieren. Die Menge des gebundenen Stickstoffs variiert je nach Art: Körnerleguminosen liefern unter günstigen Bedingungen rund 200 kg N pro ha und Jahr. Klee-Gras-Mischungen erreichen in ihrer Biomasse sogar bis zu 250 kg N pro ha und Jahr. Dieser biologisch gebundene Stickstoff steht der Folgekultur im nächsten Jahr zur Verfügung.