Wenn die Temperaturen wieder steigen und die Tage länger werden, beginnt langsam die Vegetationszeit. Dies ist der perfekte Zeitpunkt, um sich Gedanken zur Raps- und Getreidedüngung zu machen. Eine vorgängige Nmin-Analyse bietet die Möglichkeit, die Stickstoffdüngung effizient zu gestalten. Dadurch kann die Düngung so angepasst werden, dass der tatsächliche Stickstoffbedarf der Kulturen gedeckt wird.

Gerade nach dem Winter kann der Wert von pflanzenverfügbarem Stickstoff (Ammonium und Nitrat) im Boden stark schwanken. Daher sollten die Bodenproben zeitnah vor der geplanten Düngung entnommen werden. Eine Nmin-Bodenprobe ist immer eine Momentaufnahme. Ergebnisse lassen sich weder auf andere Parzellen noch auf andere Kulturen oder Anbaujahre übertragen. 

Bei der Beprobung mit einem Bohrstock werden je nach Grösse der Parzelle etwa 10–20 Einstiche gemacht und Bodenproben aus 0–30 cm und 30–60 cm entnommen. Für tiefwurzelnde Kulturen auf leichten Böden kann eine Beprobung bis auf 90 cm Sinn machen. Die Proben werden in separaten, beschrifteten Plastiksäcken verpackt. Sie sind im Kühlraum bei einer Temperatur von etwa 4 °C während höchstens 72 Stunden zu lagern. Die Proben sollten gekühlt ans Labor verschickt werden.

Eine angepasste Frühjahrsdüngung nach der Nmin-Methode hilft, das Risiko einer Überdüngung mit Stickstoff zu vermeiden. Das Portemonnaie und die Umwelt sind dafür dankbar.