Die Suche nach kosteneffizienten Anbausystemen treibt jeden Betrieb um. Auch im Maisanbau können Beiträge für Pflug- und Herbizidverzicht von je 250 Fr./ha bezogen werden. Eine abgeschlossene Versuchsreihe des Forums Ackerbau hat deren Auswirkungen im Maisanbau punkto Ertrag und Wirtschaftlichkeit untersucht.

Im Durchschnitt konnten in allen reduzierten Verfahren (Pflugverzicht, Herbizidverzicht, Pflugverzicht und Herbizidverzicht) ähnliche Erträge geerntet werden wie im intensiven Verfahren mit Pflug- und Herbizideinsatz. Es erstaunt nicht, dass mechanische Unkrautbekämpfung im Mais funktioniert, solange keine Problemunkräuter auftreten und das Wetter einigermassen mitspielt. Ebenso sind pfluglose Anbauvarianten auf den meisten Standorten erprobt.

Bemerkenswert ist jedoch, dass die Kombination aus Pflug- und Herbizidverzicht ähnlich gute Ergebnisse erzielt. Dank den Bundesbeiträgen ist es gar mit Abstand das wirtschaftlichste Verfahren. Aber Achtung: Was im Schnitt der Jahre gilt, kann im Einzelfall anders aussehen. Während in ackerbaulich guten Jahren alle Verfahren ähnliche Erträge liefern, spielt in schwierigen Jahren das intensive Verfahren mit Pflug und Herbizid seine Stärken aus.

Während bei den reduzierten Verfahren grosse Schwankungen auftreten, punktet das intensive Verfahren mit höchstmöglicher Ertragssicherheit. Wer auf diese Variante setzt, nimmt über die Jahre zwar höhere Kosten in Kauf, kauft sich dafür aber Ertragssicherheit ein. Und wer auf reduzierte Verfahren und höhere Beiträge setzt, ist gut beraten, flexibel zu bleiben und in schwierigen Jahren seine Strategie anzupassen.