Das Zuckerrübenjahr 2025 präsentiert sich als ausgesprochen erfolgreich: Hohe Erträge, stabile Zuckerwerte und eine starke Nachfrage sorgen für volle Fabriken. Trotz logistischer Herausforderungen durch die lange Kampagne sind die Erträge so hoch wie selten in den letzten Jahren.
Die Ernte startete Ende September und entwickelte sich zu einer der besten der letzten Jahre. Über die ganze Schweiz hinweg waren die Erträge hoch, die Zuckerwerte moderat, was in Kombination zu hervorragenden Zuckererträgen führte. Besonders die hohen Pflanzenzahlen pro Hektare und ein praktisch schadloses Anbaujahr trugen zu den Rekorderträgen bei. Schädlinge und Blattkrankheiten traten nur in geringem Umfang auf; dank gezieltem Pflanzenschutz und Anbaumassnahmen konnten Schäden minimiert werden. Das sommerlich milde Wetter und ausreichend Regen ab September förderten zudem den Wachstumsertrag. Im SBR-Bereich kam es zu einem verzögerten Flug der Zikade, was die Schäden verringerte und zu höheren Zuckergehalten führte. Zwar wurden Zikaden in einigen östlichen Anbaugebieten gefunden, was zur Folge hatte, dass die Empfehlung zur Fruchtfolgeumstellung herausgegeben wurde, es wurde aber noch keine flächige Ausbreitung beobachtet.
Die Sortenliste 2026 bringt drei neue Sorten: BTS 1715, BTS 4780 und Patrizia KWS. Sie zeichnen sich durch gute Erträge, stabile Zuckerwerte und gesunde Blattentwicklung aus. Für das Anbaujahr 2026 bleibt die Zuckerrübe attraktiv, auch wenn der Preis leicht auf 55 Franken/Tonne sinkt. Dank des fixierten Einzelkulturbeitrags von 2100 Franken je Hektare Rüben bleibt die Zuckerrübe eine der attraktivsten Kulturen.