Der erste vollelektrische Einachsgeräteträger für Landwirtschaft und Kommunaltechnik kommt von Rapid und heisst URI. Wie der Gebirgskanton im Herzen der Schweiz – und wie das Ohmsche Gesetz U = RxI (die Stärke des elektrischen Stroms, der durch ein Objekt fliesst, ist proportional der elektrischen Spannung).

Dass der erste vollelektrische Einachsgeräteträger vom Schweizer Landtechnik-Unternehmen Rapid kommt, ist kein Zufall:

  • 1926 produzierte Rapid den weltweit ersten serienmässig hergestellten Einachsmotormäher.
  • 1950 revolutionierte der erste multifunktionelle Einachser Rapid Spezial die Landwirtschaft.
  • 2001 führte Rapid die stufenlose hydraulische Antriebs-Technologie ein.
  • 2009 eroberte der Rapid Rex als der weltweit leichteste hydrostatisch angetriebene, aktiv gelenkte und sehr wendige Einachsgeräteträger extreme Steillagen bis 120 Prozent.
  • 2021 kommt mit dem Rapid URI der erste vollelektrische Einachsgeräteträger auf den Markt.

«Mit dem vollelektrischen Rapid URI Einachsgeräteträger ergeben sich aufgrund seiner emissionsfreien Anwendung völlig neue Möglichkeiten», erklärt Philip Schwendener, Marketingleiter von Rapid.

Motorleistung und Anbaugeräte für den Rapid URI Einachsgeräteträger

Der Rapid Uri kann mit den verschiedensten Anbaugeräten betrieben werden:

  • In der Landwirtschaft für Mähtechnik, Futterernte, Mulchtechnik, Bodenbearbeitung
  • Im kommunalen Bereich für Reinigung und Winterdienst

Der Rapid URI fährt mit einem Achsmotor mit 1,2 kW Leistung und treibt mit einem Zapfwellenmotor mit 3 kW Leistung die Anbaugeräte an. Die maximale Leistung beträgt 4,2 kW, was einem Verbrennungsmotor mit 9 bis 10 PS entspricht. Damit können alle Anbaugeräte mit Anbaustutzen 52/54 mm angebaut und betrieben werden.

Der Rapid URI Einachsgeräteträger ist 116 Kilogramm leicht (ohne Räder und ohne die 22 Kilogramm schwere Batterie) und kann an Böschungen und Hängen bis 60 Grad Hangneigung gefahren werden. Das dürfte auch in seinem «Heimatkanton» Uri in den meisten Fällen ausreichen. Ältere Landwirte erinnern sich: Vor zwanzig Jahren war auch mit einem Einachser schon bei 35 Grad Hangneigung fertig lustig.

Der Rapid URI fährt vorwärts mit 0 bis 7,6 km/h und rückwärts mit 0 bis 3,6 km/h. Dabei weiss der «Fahrer» vor allem bei längeren Einsätzen zu schätzen, dass der vollelektrische Einachsgeräteträger Rapid URI keine Vibrationen abgibt.

Die Batterie versorgt den Rapid URI bis sechs Stunden mit Strom

Die Batterie des Rapid URI lässt sich mit wenigen Handgriffen schnell wechseln. Ihre Li-Ionen-Zellen haben eine Speicherkapazität von 60 Ah und 2,9 kWh und versorgen den Geräteträger je nach Einsatzart zwischen einer bis sechs Stunden mit Strom.

Jede Batterie wird mit eigenem Ladegerät geliefert, das die Batterie in viereinhalb Stunden zu 80 Prozent lädt, in sieben Stunden für 100 Prozent. Ein Schnelladegerät, das die Batterie in eineinhalb Stunden bis 80 Prozent lädt, ist als Option in Vorbereitung.

Nach 1500 Ladezyklen soll die Leistung noch bei 80 Prozent liegen, nach 4500 Zyklen bei 70 Prozent. Laut Rapid sollen die Mehrkosten des URI nach vier bis sechs Jahren amortisiert sein. Auf die Batterie gibt Rapid zwei Jahre Garantie.

Das System nutzt eine Spannung von 48 Volt, also keine Hochvolt-Technik. Deshalb benötigen die Landmaschinen-Mechaniker auch keine entsprechende Ausbildung für die Wartung und Reparatur.

Der vollelektrische Einachsgeräteträger Rapid URI kostet ohne Batterie-Set 12'310 Franken (inkl. Mwst.). Ein Batterie-Set 48V/60Ah inkl. Ladegerät 48V/10A kostet 2700 Franken. Ein vergleichbares Benzingerät liegt bei 9000 Franken. Die Mehrkosten des URI sind gemäss Rapid nach vier bis sechs Jahren amortisiert.

 

Die Vorteile des vollelektrischen Rapid URI Einachsgeräteträgers

Der Rapid Uri bietet als erster vollelektrischer Einachsgeräteträger für Landwirtschaft und Kommunaltechnik viele Vorteile:

  • Sehr geringe Lärmbelastung
  • Keine Abgase am Ort der Anwendung durch elektrische Antriebstechnologie, ermöglicht auch eine Verwendung der Maschine in Innenräumen
  • Breites Anbaugerätesortiment aus dem Rapid-Schnellwechselsystem
  • Intuitive Bedienung durch Überarbeitung der Bedienelemente und Display-Anzeigen
  • Sicherheit durch zwei vollwertige Totmann-Einrichtungen und automatische Feststellbremse
  • Sehr geringe Transportmasse durch zusätzlich abklappbaren hinteren Teil des Bedienholms
  • Einfache und konforme Ladungssicherung durch vorgesehene Ösen und Laschen zum Durchführen von Spanngurten
  • Leichtes Verschieben der Maschine durch mechanische Freilaufschaltung
  • Angemessene Einsatzdauer bis 6 Stunden (abhängig von Anbaugerät und Verhältnissen)
  • Geringe Betriebskosten für den Betreiber

Der Rapid URI Einachsgeräteträger für Kommunaltechnik

Der Rapid Uri Einachsgeräteträger wurde vor allem für Werkhöfe und Kommunen entwickelt: Für Hauswartungen, Grünflächen- und Arealpflege, sowie Betreiber von Gärtnereien, Garten-/Landschafts-Bau und Gemüsebau.

Durch die geringen Lärm-Emissionen und ohne Abgas-Emissionen eignet sich der vollelektrisch angetriebene Einachsgeräteträger besonders für Einsätze in der Areal- und Grünflächenpflege oder im Winterdienst an lärmsensiblen Orten. Dazu gehören Wohnquartiere, Spitäler, Kliniken oder Kurorte, Hotels und Schulen, Parkanlagen und Friedhöfe.

Dazu kommen Einsätze an abgassensiblen Orten wie Wohnquartieren, Innenhöfen und Dachterassen, Gewächshäusern, Folienzelten und Tierställen.

Der Rapid URI Einachsgeräteträger für die Landwirtschaft

Auch in der Landwirtschaft kann der vollelektrische Einachsgeräteträger Rapid URI eingesetzt werden. Dabei überschneiden sich die Anwendungsbereiche und Anbaugeräte (nachfolgend in Klammern) teilweise mit der Kommunaltechnik:

  • Mähtechnik (Mittelschnittbalken, Kommunalbalken, Doppelmesserbalken)
  • Futterernte (Heuer)
  • Mulchtechnik (Ökomulcher, Schlegelmulcher)
  • Reinigung (Kombi-Kehrmaschine, Schmutzbehälter, Seitenbesen)
  • Bodenbearbeitung Bodenfräse, Umkehrfräse, Uni-Kreiselegge)
  • Winterdienst (Räumschild, Schneefräse, Kombi-Streuer)
  • Transport (Mini Cargo, Anhänger)
  • Sonderanwendungen (Wegepflegegerät, Wildkrautbürste)

 

Die Rapid Holding AG


Die Rapid Holding AG wurde 1926 in Zürich von Karl Welter und Arnold Rutishauser unter dem Namen Rapid Motormäher AG gegründet und brachte den ersten serienmässig hergestellten motorgetriebenen Balkenmäher auf den Markt.

Heute beschäftigt die Rapid Gruppe mit Sitz in Dietikon ZH am Standort Killwangen AG rund 120 Mitarbeitende. Dazu kommen bei der Tochtergesellschaft KommTek in Osterburken im Nordwesten Baden-Württembergs 12 Mitarbeitende und bei der Tochtergesellschaft Brielmaier an zwei Standorten in Deutschland und Rumänien 45 Mitarbeitende.

Die Rapid Holding AG erzielte 2020 einen konsolidierten Nettoertrag von 47,5 Mio Franken (+4 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Allerdings sei der direkte Vergleich mit dem Vorjahr nicht aussagekräftig, da die neu erworbenen Unternehmen Brielmaier und KommTek erst seit Mitte 2019 in die konsolidierte Erfolgsrechnung einfliessen würden, schreibt Rapid. Der ausgewiesene Reingewinn belief sich 2020 auf 2,1 Mio Franken.