Ohne Hangmäher nimmt die Waldfläche zu. Dabei wächst der Wald in extensive Wiesen und Weiden hinein. Vor allem dort, wo eine steile Parzelle die Bewirtschaftung zusätzlich erschwert. Weil diese Flächen nur mit grossem Arbeitsaufwand bewirtschaftet werden können und nicht sehr produktiv sind, nimmt die Nutzungs-Intensität ab.
«Dies auf Kosten von licht- und wärmeliebenden Tieren und Pflanzen, die in steilen und mageren Wiesen ihre bevorzugten Lebensbedingungen finden», erklärt Urs Chrétien von Pro Natura Baselland.
Die Bewirtschaftung solcher Biodiversitätsflächen sollte deshalb intensiviert werden. Dafür sind Hangmäher notwendig, die in Steilhängen so sicher wie im flachen eingesetzt werden können. Mit solchen Hangmähern sinkt der Arbeitsaufwand und Steilhänge können mit weniger Personal bewirtschaftet werden.
Bewirtschaftungsempfehlungen von Biodiversitätsflächen
- Verzicht auf Mähaufbereiter
- Einsatz Motorbalkenmäher
- 10 cm Schnitthöhe
- So wenige Bewirtschaftungsdurchgänge wie nötig
- 10 Prozent Rückzugstreifen (auch über Winter) stehen lassen
- Dürrfutter herstellen
- 8 bis 10 Wochen Nutzungspause zwischen Heu und Emd
- Pflanzenbestand nicht zu hoch einwintern
Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung BL
Die Einsatzmöglichkeiten von Hangmähern demonstrierte das Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft in Sissach beim ersten Schnitt am Steilhang Rain in Sissach BL. «Idealerweise wird mit dem ersten Schnitt Heu produziert, weil da mehr Pflanzensamen auf dem Feld bleiben als bei Silage», erklärt Urs Chrétien. «Eine zweite Nutzung im Herbst ist ebenfalls wichtig, damit der Bestand nicht zu hoch einwintert. Sonst erstickt das Gras die lichtbedürftigen, kleinwüchsigen Kräuter auf Kosten der Artenvielfalt.»
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Moderne Hangmäher stehen mit Stachelwalzen sicher am Hang
Die Hangmäher können mehr als bloss Mähen. Für das Schwaden präsentierten die Lieferanten verschiedene Anbaugeräte wie Bandrechen und Heuschieber oder Pick-up-Schwader wie den Multi-Twister und den Multimax. Die Hangmäher werden in verschiedenen Leistungsklassen mit Mähbalken-Breiten von knapp 2,0 Meter bis zu 3,5 Meter angeboten. Die Motorleistung liegt zwischen 14 PS und 27 PS, bei Anschaffungskosten von 21'500 bis 37'500 Franken.
Moderne Hangmäher bieten dem Bediener Sicherheit, da er sich am Gerät selbst abstützen kann. Ausgerüstet mit Stachelwalzen, stehen die Einachser sehr sicher im Steilhang.
Die heutigen Hangmäher sind mit einem hydraulischen Fahrantrieb ausgestattet und lassen sich ohne Kraftaufwand lenken. Die Lenkung erfolgt mit der Drehzahlverstellung der Räder, die am Holmen ohne Kraftbedarf geregelt wird.
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Hangmäher sind leistungsfähige, aber relativ teure Maschinen
Hangmäher reduzieren den Arbeitsaufwand für das Ernten steiler Biodiversitätsflächen erheblich. Die Maschinenkosten sind aber hoch, was zur Amortisation meist einen überbetrieblichen Einsatz erfordert. Der Ebenrain unterstützt deshalb den Kauf von Einachs-Mähern im Kanton Baselland, wenn sie überbetrieblich anderen Betrieben ausgelehnt werden.
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Förderung des überbetrieblichen Maschineneinsatzes
Der Kanton Baselland unterstützt den Kauf von einachsigen Mähmaschinen für die Futterernte mit bis zu 25 Prozent der Investitionskosten oder 8000 Franken pro Gerät. Der Eigentümer verpflichtet sich dabei, die mit dieser Unterstützung gekaufte Maschine überbetrieblich auf der Website www.hang-bl.ch anzubieten. Gesuche müssen vor dem Kauf an folgende Adresse gerichtet werden: www.dgrn.ch/ebenrain-direktzahlungen