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Fendt 200 Vario: Der Lieblings-Traktor der Schweizer Landwirte wird noch effizienter

Der neue Fendt 200 Vario wird für Schweizer Landwirte noch besser: Mit maximaler Wendigkeit, hoher Leistung, kompakter Grösse und geringem Gewicht. «die grüne»-Chefredaktor Jürg Vollmer hat den neuen Fendt 200 Vario getestet.


Der Fendt 200 Vario mit 77 bis 111 PS ist das kleinste Modell im Traktoren-Programm von Fendt. Mit seiner deutschen Zuverlässigkeit und Wertstabilität ist die Baureihe bei Schweizer Landwirten der beliebteste Traktor: Seit 2009 verkaufte die GVS Agrar AG als Schweizer Fendt-Importeur jährlich 150 bis 180 Fendt 200 Vario der Serie 3, fast jeder zehnte neu zugelassene Traktor ist damit ein Fendt 200er.

«Die ersten Serienmaschinen vom Fendt 200 Vario der Serie 4 werden wir im zeitigen Frühjahr 2021 ausliefern können», erkärt Michael Kern, Verkaufsleiter der GVS Agrar AG. «Aber ich hoffe, dass wir schon im November oder Dezember einen 200er der S4 für Schulungszwecke bekommen.» Und wenn er anschliessend sagt, dass er 2021 rund 150 Maschinen der Serie 4 verkaufen möchte, dann erscheint das eher tief gestapelt.

Fendt 200 Vario und Fendt 200 V/F/P Vario sind kompakte Traktoren für kleinräumige Verhältnisse

Direkte Konkurrenten der 200er-Baureihe von Fendt sind der Lindner Geotrac und Lintrac, der John Deere 5R sowie die New Holland T4 und DF Serie 5. Der letzte in der Schweiz gebaute Traktor, der Rigitrac, gehört natürlich auch dazu. Aber die Stückzahlen der Manufaktur aus Küssnacht SZ fallen weniger ins Gewicht, schon gar nicht international.

Weltweit wurden in zehn Jahren nämlich über 12'000 Fendt 200 Vario verkauft – überall dort, wo es auf kompakte Verhältnisse in Sachen niedrige Bauhöhe, Wendigkeit oder Gewicht ankommt. In der Grünlandwirtschaft, im alpinen Raum genauso wie als Hof- oder Frontlader-Traktor.

Dasselbe gilt auch für den Fendt 200 V/F/P Vario. Von diesen Spezialtraktoren wurden weltweit in zehn Jahren sogar über 18'000 Traktoren verkauft.

Die Fendt 200 Vario-Baureihe

Die Fendt 200 Vario-Baureihe mit dem Jahrgang 2021 umfasst die fünf Modelle:

  • Fendt 207 Vario mit 79 PS
  • Fendt 208 Vario mit 84 PS
  • Fendt 209 Vario mit 94 PS
  • Fendt 210 Vario mit 104 PS
  • Fendt 211 Vario mit 114 respektive 124 PS (mit DP)

Das Mehrleistungs-Konzept Fendt DynamicPerformance DP gibt dem Fendt 211 Vario bis zu 10 PS mehr Leistung. Und zwar genau dann, wenn diese benötigt wird. DP ist weder an Fahrgeschwindigkeiten noch spezielle Einsatzaufgaben gebunden, sondern funktioniert rein dynamisch. Das System erkennt, wenn zum Beispiel Zapfwelle, Hydraulik, Motorlüfter, Klimaanlage oder Futtermischwagen mehr Leistung benötigen und stellt diese über eine intelligente Steuerung zur Verfügung.

Der 3-Zylinder 3,3 l AGCO Power Motor erfüllt die Abgasnorm Stufe V mit einem Dieseloxidationskatalysator (DOC), Dieselpartikelfilter (DPF) und mit selektiver katalytischer Reduktion (SCR), aber ohne Abgasrückführung. Zusätzlich werden wartungsfreie Hydrostössel im Motor verbaut.

Ein erster Blick auf den Fendt 200 Vario zeigt: form follows function

Zehn Jahre nach der Premiere des Fendt 200 Vario hat der deutsche Traktorenhersteller die Baureihe komplett überarbeitet. Ab Ende Januar 2021 läuft die 200er-Baureihe im bayerischen Marktoberdorf vom Band. «die grüne»-Chefredaktor Jürg Vollmer konnte aber auf Einladung von Fendt in einem versteckten Weinberg in Wadenbrunn bei Würzburg zwei Vorserien-Modelle fahren:

  • einen «normalen» Fendt 200 und
  • einen Fendt 211 V Vario für den Weinbau.

Aus Wadenbrunn zurück erzählt Jürg Vollmer von seinen ersten Erfahrungen mit der Fendt 200 Vario und der Fendt 200 V/F/P Vario-Baureihe:

Auf den ersten Blick sieht man: Das unter anderem mit dem Red Dot Award ausgezeichnete Design der Fendt-Grosstraktoren wurde nun auch auf die kleinste Baureihe übertragen. Die markante Form der Motorhaube macht die neue 200er-Traktoren von Fendt unverwechselbar. Dies aber nicht zum Selbstzweck: form follows function (Die Form folgt der Funktion) ist die Prämisse des hauseigenen Fendt-Designers Tom Maier.

Die Kabine ist geräumig, übersichtlich und höher als beim Vorgänger. Der 200er hat Türen rechts und links, so dass ein Auf-und Absteigen auf beiden Seiten möglich ist. Bei den manchmal engen Platzverhältnissen auf Schweizer Betrieben oder an exponierten Stellen ein sinnvolles Detail. Zudem ist der kleine Fendt so «tiefergelegt», dass er nur eine einzige Tritt-Stufe braucht.

Umgekehrt bietet die Kabine mehr Kopffreiheit als die bisherigen 200er von Fendt (Anmerkung der Korrektorin: Selbst für unseren knapp 1.90 Meter grossen Chefredaktor). Und auch meine Stiefel in Grösse 45 muss ich als Testfahrer nicht mühsam zwischen Gas- und Bremspedal sortieren, die Pedalen sind weiter auseinander angeordnet.

Der Querholm zwischen Frontscheibe und Dachfenster ist schmaler und das Sichtfenster vergrössert. Gerade bei Frontlader-Arbeiten in der Höhe, wie der Einlagerung von Ballen, ist dies hilfreich.

Meine Testfahrt fand im Hochsommer 2020 bei über 30 Grad Celsius statt. Da war ich froh, dass ich meine Sigg-Bottle mit Mineralwasser und ein Käsebrot im gekühlten Ablagefach im doppelten Sinne des Wortes frisch halten konnte. Umgekehrt sorgt die neue Kabinenheizung mit zehn Luftdüsen am Lenkturm, im Fussraum und am Kabinendach bei Arbeiten im Winterdienst für Arbeitskomfort.

Auch im kleinen Fendt 200 Vario steckt jetzt die «grosse» Bedien-Philosophie FendtONE

Gemeinsam mit einer neuen Kabine steckt im Fendt 200 Vario auch das FendtONE-Bediensystem für einfache und komfortable Bedienung. Ich habe die intuitive Bedien-Philosophie FendtONE hier schon beschrieben.

Die neue Bedien-Konsole mit dem Multifunktions-Joystick ermöglicht eine komfortable und intuitive Maschinenbedienung. Der 10-Zoll-Bildschirm am Lenkturm wird über den Dreh-Drücksteller am Lenkturm bedient und zeigt unter anderem Fahrgeschwindigkeit, Motordrehzahl sowie Flüssigkeitsfüllstände an. Dazu kommen der Kreuzschalthebel und optional oben rechts unter dem Kabinendach ein 12-Zoll-Bildschirm.

Fendt-Ausstattungsvarianten Power, Profi und Profi+

Alle Fendt 200 Vario-Modelle sind in drei Ausstattungsvarianten erhältlich:

  • Power Die Serien-Ausstattung
  • Profi Die Serien-Ausstattung mit automatischen Assistenzsystemen
  • Profi+ Die massgeschneiderte Ausstattung mit automatischen Assistenzsystemen

Der Fendt 200 Vario Power für das Berggebiet und Ladewagen-Einsätze

Die Ausstattungsvariante Fendt 200 Vario Power hat Fendt für den Einsatz im Berggebiet optimiert. Als Bündner stelle ich fest: Sein tiefliegender Schwerpunkt, die Wendigkeit, das stufenlose Vario-Getriebe sowie  Allrad- und Differenzialsperren-Automatik machen den Fendt 200 Vario Power zu einem Spezialisten für den alpinen Einsatz.

Im Einsatz mit einem Ladewagen kann der Fahrer auf dem schon erwähnten 10-Zoll-Bildschirm am Lenkturm zwei Geschwindigkeiten für den Tempomat abspeichern, zum Beispiel eine für den Arbeitseinsatz und eine zweite für den Strassentransport. Zusätzlich kann der Fahrer die Motor-Drehzahl für eine konstante Zapfwellen-Drehzahl abspeichern – und das Gespann arbeitet im Optimum.

Mit dem Multifunktions-Joystick kann der Fahrer im Fendt 200 Vario Power erstmals Motor- und Getriebeeinstellungen über Tasten auf dem Fahrhebel vornehmen. Auch die Steuerung von zwei Ventilen und die Aktivierung des Tempomats finden über den Fahrhebel statt. Frei belegbare Tasten können zum Beispiel mit der Bedienung der Arbeitsscheinwerfer oder Motor-und Getriebefunktionen belegt werden.

Der Fendt 200 Vario Profi mit 12-Zoll-Bildschirm und 3L-Joystick

Die Ausstattungsvariante des Fendt 200 Vario Profi hat optional einen 12-Zoll-Bildschirm an der Bedien-Konsole für zusätzliche Anzeigefläche. Zudem eine serienmässige Load-Sensing-Pumpe (LS) und optional den 3L-Joystick. Dieser «Steuerknüppel» kann mit bis zu drei Bedien-Ebenen und 27 Funktionen belegt werden.

Der 3L-Joystick kann unter anderem für die Bedienung des Frontladers mit integrierter Funktion zum Fahrtrichtungswechsel verwendet werden. Ein Umgreifen entfällt dabei. Mit dem 3L-Joystick kann der Fahrer auch ein ISOBUS-Gerät oder Traktor-Funktionen steuern. 

Der Fendt 200 Vario Profi+ für Smart Farming zum Beispiel im Gemüsebau

Die Ausstattungsvariante des Fendt 200 Vario Profi+ ist für Smart Farming optimiert: Der 10-Zoll- und der 12-Zoll-Bildschirm sind serienmässig an Bord und erleichtern den Einsatz von ISOBUS-fähigen Anbaugeräten mit zeitgleich aktivierter Spurführung zum Beispiel im Gemüsebau.

Der 12-Zoll-Bildschirm kann individuell für verschiedene Maschinen-Funktionen, ISOBUS-Funktionen und Spurführungs-Funktionen angepasst werden. So kann der Fahrer im Einsatz mit einer Pflanz-Maschine oder einer Hacke mit Fendt Guide (ehemals VarioGuide) zentimetergenau arbeiten und konstant den Überblick behalten. In einer Baumschule kann Fendt Guide zum Pflanzen neuer Bäume eingesetzt werden, um die Fläche optimal auszunutzen.

Neben FendtGuide ist für den Fendt 200 Vario Profi+ das auftragsbezogene Dokumentationssystem Fendt Task Doc (ehemals VarioDoc Pro) verfügbar.

Der Fendt 200 V/F/P für Weinanbau, Obstbau und Plantagen

Neben dem «normalen» neuen Fendt 200 Vario fährt der Traktorenhersteller aus Marktoberdorf im nächsten Jahr auch neue Fendt 200 V/F/P Vario auf Feld – oder um genau zu sein in den Weinberg oder die Plantage. Denn die Abkürzung V/F/P steht sinnigerweise für:

  • Vine (Weinanbau)
  • Fruit (Obstbau)
  • Plantation (Plantagen)

Die drei V/F/P-Varianten unterscheiden sich hauptsächlich in der Spurbreite (von 1,07 Meter bis 1,68 Meter), der Kabinenbreite und den Krafthebern.

Die wichtigsten Daten entsprechen dem «normalen» 200er. Und wie beim «normalen» 200er umfasst die V/F/P-Baureihe der Fendt-Spezialtraktoren fünf Modelle (siehe Kästchen oben) in den Ausstattungsvariante Power, Profi und Profi+ (ehemals ProfiPlus).

Es ist schon eindrücklich, wie «leichtfüssig» sich der Fendt 211 V Vario durch den Weinberg steuern lässt. Es ist eben doch die Grösse, die zählt. Wenn auch im umgekehrten Sinne des Sprichwortes.

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Michael Kern ist auf Fendt-Traktoren aufgewachsen – und mit ihnen verwachsen. Schon als Kind ist Kern mit Fendt-Traktoren herumgefahren auf dem Hof seiner Eltern irgendwo in jenen Weiten um Schaffhausen, wo man nie genau weiss, wo Deutschland anfängt und die Schweiz aufhört. Kerns elterlicher Hof ist mittlerweile ein Teil jenes Unworts namens «Strukturbereinigung» geworden. Aber die Liebe zu den ...
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