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150 Jahre Agrarwissenschaften an der ETH Zürich

Seit 150 Jahren bietet die ETH Zürich den Studiengang Agrarwissenschaften an. Die Anzahl der StudentInnen schwankt: In den 1980er-Jahren waren es 200 Neueinschreibungen pro Jahr, mittlerweile sind es etwa 70 Studienanfänger.


Wieso studiert jemand an der ETH Agrarwissenschaften? Die Telefonate mit drei Personen bringen eine Gemeinsamkeit an den Tag: Alle drei vertiefen sich gern ins Studienfeld Landwirtschaft. Den Absolventen mit Abschlussjahr 2003 fasziniert der wissenschaftliche Blick auf Landwirtschaft. Es sei ein attraktives Studium, das seine verschiedenen Interessen verbunden habe.

Der Absolvent mit Diplomjahr 1993 wollte eigentlich die Lehre als Landwirt machen und liess sich dann von der Familie vom akademischen Weg überzeugen. Die Praxisnähe hat er während des anspruchsvollen Studiums vermisst, er sei da einem Irrglauben aufgesessen. Wertvoll seien aber die sozialen Kontakte gewesen.

Das dritte Gespräch ist mit einer Masterstudentin, die Ende Juli 2021 ihr Studium abschliesst. Sie analysiert gerade die genetischen Daten von Ebern, um herauszufinden, welche Gene die Fruchtbarkeit beeinflussen. Vielleicht können die Resultate eines Tages verwendet werden, um fruchtbarere Eber zu züchten. Die Studentin ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und mag die Arbeit dort sehr. Dennoch will sie eher die Hintergründe erforschen und in die Tiefe gehen, als den elterlichen Hof übernehmen. 

Online-Event

Seit 150 Jahren gibt es die Agrarwissenschaften an der ETH Zürich. Das ist Grund zum Feiern: Auf der Jubiläums-Website gibt es spannende Facts und Stories aus den vergangenen 150 Jahren zu entdecken. Am Online-Event spazieren Bundespräsident Guy Parmelin und ETH-Präsident Joël Mesot durch einen Weinberg am Hönggerberg.

Danach zeigen Forschenden der Agrarwissenschaften das LFW sowie den Forschungsstandort Eschikon. An verschiedenen digitalen Apéros kann sich das Online-Publikum mit den Forschungsgruppen austauschen.

4. Mai 2021, 10–12 Uhr, www.agri150.ethz.ch 

Naturwissenschaften und noch viel mehr

Das Studium der Agrarwissenschaften an der ETH umfasst auf Bachelor-Stufe natur-, ingenieur-, sozial- und agrarwissenschaftliche Fächer. Mathematik, Chemie und Biologie nehmen viel Raum ein. Exkursionen und ein zehnwöchiges Agrar-Praktikum gehören dazu. Im dritten Bachelor-Jahr bestehen gewisse Wahlmöglichkeiten in den Fachbereiche Agrarökonomie, Pflanzen- oder Tierwissenschaften. Der Master dient der Vertiefung in einem dieser Fachbereiche. Ein Berufspraktikum von mindestens 16 Wochen ist obligatorisch. Den Abschluss bildet die Master-Arbeit. Unterrichtssprache im Master-Studium ist hauptsächlich Englisch. 

Studierende

Klein, aber anspruchsvoll

Die Anzahl der StudentInnen im Studiengang Agrarwissenschaften liegt seit 2012 im Schnitt bei 370, mit Schwankungen zwischen 310 bis 416.

Grundsätzlich dauert die Bachelor-Ausbildung drei Jahre, die Abschlusszahlen zeigen jedoch, dass viele Studierende länger brauchen.

Das Master-Studium dauert im Minimum zwei Jahre.

Quelle: www.dgrn.ch/zahlen-eth

Abschlüsse

So viele neue Abschlüsse

Gemäss Reglement benötigt ein Bachelor-Studium in Agrarwissenschaften (BSc) drei Jahre – in Realität aber brauchen aber viele Studierenden vier oder viereinhalb Jahre. Beim Master-Studium (MSc) ist es ähnlich. Deshalb gibt es proportional mehr StudentInnen als AbsolventInnen.

Quelle: www.dgrn.ch/zahlen-eth

 

Von der Forschung in die Praxis

In Zusammenarbeit mit IP Suisse und Migros hat die ETH das Potenzial für die grossflächige pestizidfreie (aber nicht biologische) Weizenproduktion in der Schweiz untersucht. Die Forschung wurde in drei Phasen unterteilt:

  • 2017 passierte die  Prüfung der Konsequenzen des pestizidfreien Anbaus anhand eines agronomischen Modells durch die Jowa in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich.
  • 2018 wurde mit IP-Suisse und HAFL ein dreijährigen Praxisversuch der Jowa lanciert.
  • Seit 2019 läuft die Befragungen von mehreren tausend Landwirten zu den nötigen Rahmenbedingungen im Rahmen eines ETH-Postdocs.

Auf der Grundlage der veröffentlichten Forschungsergebnisse beschloss die Migros, ab 2023 nur noch pestizidfreies Brot zu verkaufen. Dies hat zur Folge, dass der grösste Teil der Schweizer Weizenproduktion in einigen Jahren pestizidfrei sein wird. Die Landwirte werden für die Umstellung Preisaufschläge und Direktzahlungen erhalten. 

Friedrich Traugott Wahlen

(Bild: Keystone)

 

Chefredaktor, Professor und Bundesrat

Friedrich Traugott Wahlen (1899-1985) studierte und dissertierte an der ETH Agrarwissenschaften. Nach dem Studium zog er ins Ausland. Zurück in der Schweiz war er 1936-1942 zusammen mit Otto Sturzenegger «die grüne»-Chefredaktor.

Von 1943 bis 1949 war er Professor für Pflanzenbau an der ETH Zürich. 1949 wurde er als Direktor der Abteilung für Landwirtschaft an die FAO berufen, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen UNO.

Politisch engagierte sich Wahlen für die Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei. Er wurde am 11. Dezember 1958 in den Bundesrat gewählt und führte das Justiz- und Polizeidepartement (1959), das Post- und Eisenbahndepartement (1959), das  Volkswirtschaftsdepartement (1960-1961) und von 1962 bis zu seinem Rücktritt 1965 das Politische Departement (heute Aussendepartement). Dabei legte er 1960 mit der Gründung vom «Dienst für technische Zusammenarbeit zur finanziellen und technischen Unterstützung der Dritten Welt» den Grundstein zur heutigen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA. 

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