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Hybrid und ohne Fahrer: der Geräteträger «Reform Metron P48 RC»

· Landtechnik

Mit dem Metron P48 RC hat Reform einen ungewöhnlichen Geräteträger entwickelt. Der Fahrer lenkt mit Funk und alle Räder sind elektrisch angetrieben.

Der Geräteträger Metron P48 RC hat weder ein Lenkrad noch einen Fahrersitz. Der 1000 Kilogramm wiegende Geräteträger wird aus einer Distanz von bis zu 400 Metern mit einer Funkfernbedienung gefahren. Der «Fahrer» kann das Gefährt und das Anbaugerät aus der Ferne bedienen und überwachen, ohne sich in eine Gefahrensituation zu begeben.

Einsätze in Steilhängen können so mit weniger Risiken ausgeführt werden. Nicht nur die Bedienung ist neuartig. Das Antriebskonzept macht den Metron laut Hersteller zu einem Hybrid-Geräteträger, wie er in dieser Form noch nie kombiniert wurde. Die Weltneuheit besitzt einen 48-PS-Benzinmotor von Kubota. Am Schwungrad ist ein Generator angeflanscht. Elektrische Radmotoren und eine Speicherbatterie sind die wichtigsten Komponenten der neuen Fahrzeugart.

Der Generator hat einen direkten Durchtrieb für die mechanische Frontzapfwelle. Gegenüber hydraulischen Antrieben ist der Wirkungsgrad höher. Auf Hydraulik-Systeme verzichteten die Reform-Entwickler vollständig. Die Lenkung und die Hubwerkszylinder, eigentlich typische Hydraulikanwendungen, wurden mit elektrischen Stellmotoren bestückt. Auch hier war die höhere Effizienz der Elektrokomponenten der Grund für die ungewöhnliche Komponentenwahl.

Anstatt in die Fahrerkabine zu steigen, hängt sich der «Fahrer» eine Funkfernbedienung um. An einem Bildschirm sieht er den Fahrzeugstatus und den Ladezustand der Batterie. Optional sorgt eine Kamera am Metron für eine Liveübertragung am Display. 

Dank dem Hybridantrieb kann zeitweise rein elektrisch, ohne Lärm und Emissionen, gefahren werden. 

Der Metron hat vier gleich grosse Räder und verfügt über fünf Lenkungsarten. Das Fronthubwerk der Kategorie 1 ist serienmässig. Ein Heckhubwerk ist optional möglich.


Da der Metron leicht an seine Einsatzorte transportiert werden kann, sieht Reform ganzjährige Einsätze in der Landwirtschaft und im Kommunalbereich.

Bericht im Oktober-Heft 2018 der Fachzeitschrift für die Schweizer Landwirtschaft

Text: Beat Schmid

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