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Feldaktuell: Praxistipps unter anderem zur Raps-Saat

· Pflanzenbau
Die Raps-Saat ist ein Thema der Rubrik Feldaktuell in der Fachzeitschrift «die grüne»

Raps-Saat: Die Qualität der Raps-Aussaat entscheidet über den Ertrag

Die Grundlage für hohen Raps-Ertrag liegt bei der Bodenbearbeitung, die ein schnelles, regelmässiges Auflaufen der Raps-Sämlinge zum Ziel hat. Es lohnt sich, diese Punkte zu beachten:

Saatbett: Raps braucht ein feinkrümeliges, top abgesetztes Saatbett. Dies wird mit dem Pflug und einer einmaligen Durchfahrt mit der Säkombination oft nicht erreicht.

Für ein optimal abgesetztes Saatbett empfiehlt sich der Pflug, sofort gefolgt von der Egge. Nach 7 bis 10 Tagen erfolgt ein zweiter Durchgang mit der Egge (z. B. Federzinken-Egge) und anschliessend die Saat.


Trockenheit: Eine ausreichende Rückverfestigung des Saatbetts und eine etwas tiefere Saattiefe (3 cm) ist entscheidend für einen gleichmässigen Feldaufgang.


Saatdichte: Raps sollte mit einer Saatdichte von 40 bis 50 Pflanzen
pro Quadratmeter gesät werden. Mit einer höheren Saatdichte kompensiert der Bestand Frass- oder Auswinterung-Schäden besser.


Untersaaten: Falls geplant, sollten diese mit dem Raps eingesät werden. Bei hohem Klebern- und Kamillendruck sollte auf Untersaaten verzichtet und ein Herbizid eingesetzt werden.
Die Raps-Untersaat sorgt für eine optimale Bodenbedeckung und Unkrautunterdrückung.

Text: Viktor Dubský, BBZ Arenenberg

Bild: zVg

 

 

Mais-Ernte: Den idealen Ernte-Zeitpunkt beim Mais nicht verpassen


Im Jahr 2018 hat sich der Silo-Mais in der Schweiz je nach Region sehr unterschiedlich entwickelt. Mit den anhaltend warmen Temperaturen gilt es, den Trockensubstanz-Gehalt genau zu beobachtet. Es gilt, den idealen TS-Gehalt von 32 bis 35 Prozent nicht zu verpassen. Das richtige Ernte-Stadium kann mit der Fingernagel-Probe (schwer ritzbar, ein schwarzer Punkt beim Kornansatz) und dem Auswinden des Stängels (Tropfen und Schäumen, kein kontinuierliches Fliessen) bestimmt werden.


Stress-Situationen wie Hitze oder Hagelschaden fördern die Entwicklung von Mais-Beulenbrand. Bei Befall sollten Silier-Zusätze eingesetzt werden. Vorzugsweise stammen diese aus der Liste B, um eine Fehl-Gärung
und spätere Nach-Erwärmung zu verhindern.


In nächster Zeit sollte in sehr trockenen Regionen kontrolliert werden, ob sich Kolben mit Körner gebildet haben. Gefährdet sind vorwiegend spät gesäte Mais-Sorten. Fehlt es während der Mais-Blüte an Wasser, findet kaum eine Befruchtung statt. Die männlichen Pollen werden nach kurzer Zeit steril und die Narbenfäden trocknen ein. Die Kolben sind als Folge schlecht oder gar nicht bekörnt.


Deshalb können die Pflanzen den gebildeten Zucker nicht in den Kolben als Stärke einlagern. Der Zucker reichert sich in der Pflanze an. Der in der Pflanze enthaltene Zucker genügt, für eine verlustarme Konservierung.


Dieser Mais sollte bei einem TS-Gehalt von rund 28 Prozent einsiliert werden. Mit zunehmendem Alter verstrohen die Pflanzen rapide, die Verdaulichkeit sinkt. Dadurch verringern sich die Nährgehalte, die verlustarme Konservierung ist nicht mehr sicher gestellt. Möglich ist auch, diesen Mais grün zu verfüttern, um nicht grössere Verluste bei der Konservierung zu riskieren.


Text: Jasmin Jordi, Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg

Bild: Wikipedia

Feldaktuell im September-Heft 2018 der Fachzeitschrift für die Schweizer Landwirtschaft

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